ausGEHÖRT & ausGELESEN im NOVember 2013

Wieder ein Monat rum…. War nicht eben noch August?

Aktuell habe ich den Eindruck die Zeit würde rasen, natürlich an mir vorbei und natürlich in Lichtgeschwindigkeit.

Umso erstaunter bin ich selbst über mein persönliches HÖR-Monats Resümee. Der Blick auf die Anzahl meiner gehörten Bücher überrascht mich doch sehr. Das nenne ich sinnvoll jede freie Minute ausnutzen und in den Bücher lauschen.

Da erklärt sich mir jetzt auch der Grund weshalb mein Kopfhörer nach zwei Jahren den Geist (einseitig) aufgab – immerhin ist er fast im Dauereinsatz…..

Soweit so gut, im Oktober waren es 4069 Hörminuten – im November habe ich mich selbst übertroffen und unglaubliche 6218 Minuten gehört. Acht Hörbücher und fünf Hörspiele waren meine Begleiter im November 2013.

Ender's Game- Das große SpielLos ging es mit einer sensationell gelungenen Hörspielproduktion: »Ender`s Game – Das große Spiel« von Orson Scott Card. In den Sprecherhauptrollen waren u.a. Arne Kapfer, Udo Schenk und Vera Teltz zu finden. Regie führte Balthasar von Weymarn, Produktion übernahm die Lauscherlounge. Oliver Rohrbeck weiß was GUT ist! Ja das war es in der Tat- ein beeindruckendes Hörspiel, spitzen Ausarbeitung und Darstellung der Charaktere – Töne und Geräusche wurden virtuos in Szene gesetzt! Kurz gesagt: Es lohnte sich! 8Stunden und 1Min perfekte Unterhaltung und ich hoffe sehr weitere Teile werden sich anreihen.

Frau Ella»Frau Ella« war meine nächste Auswahl. Autor hier Florian Beckerhoff und Sprecher Peter Jordan – dieser war mir bereits aus »Der Weihnachtshund« und »Ewig Zweiter« bestens bekannt. Autor Florian Beckerhoff war mir bis dato allerdings gänzlich unbekannt. Ein heiteres, höchst amüsantes Hörbuch! Freudiges Lauschen!

Jo Nesbo - KomaJo Nesbø folgte daraufhin mit »Koma«. Das HB aus der Harry Hole Serie wurde von Uve Teschner erstklassig vorgetragen. Zugegeben es war mein erster Harry Hole – ich war begeistert und gelobe Besserung – weitere werden folgen….

»Zwischenspiel« von Monika Maron war mit seinen 3Std und 48 Minuten im wahrsten Sinne des Wortes ein kurzes „Zwischenstück“. Zwischenspiel - Monika MaronToll, der Inhalt bildlich, mit viel Witz, Ironie und Leichtigkeit – trotz des eher traurigen Themas, stets passend vorgetragen durch die Autorin selbst, begeisterte mich dieses „kleine Hörbuch“ sehr.

Todesengel - Andreas EschbackEin weiteres gehörtes Buch im November war »Todesengel« von Andreas Eschbach. Harter, realistischer Tobak wie ich fand ein aktuelles Hörbuch unserer Zeit. Zivilcourage und Selbstjustiz – wie weit geht der Einzelne und ist so manche Tat gar vertretbar? Das ist die Thematik dieses HB`s. Eschbach schickt seine Protagonisten in eine spannende Story, fesselt mit der Handlung und überzeugt und unterhält.

StonerDie Geschichte von »Stoner« wurde ebenfalls in diesem Monat von mir gehört. Der stille Roman von John Williams erhielt durch Sprecher Burghart Klaußner eine zusätzlichen Pluspunkt. Stoners Geschichte beeindruckte mich nachhaltig – oft habe ich sein Verhalten nicht verstanden und sehr oft wäre ich gerne in dieses HB „gesprungen“ und hätte ihm den Kopf gerne gerade gerückt – doch letzten Endes machte genau dieses Verhalten seine sympathische Person aus. Ein wunderschöner Roman – welchen ich sehr gerne weiterempfehle.

die Gesellschaft des schreckens - Sherlock HolmesWie schon im Oktober, lauschte ich auch im November meinen beiden Lieblings-Hörspielsprechern: Christian Rode und Peter Groeger.

Die gelbe und die blaue Flamme - Sherlock HolmesVier neue Fälle von Sherlock Holmes galt es abzuhören. Fall 02/Die Gesellschaft des Schreckens – Fall04/ Die gelbe & die blaue Flamme – Fall 05/ Das steinerne Schiff das steinerne schiff - sherlock holmesund Fall 07/ Der eisige Tod. Immer wieder gut!der eisige tod - sherlock holmes

Flammender Zorn (Die Tribute von Panem 3)

Der dritte Teil der »Tribute von Panem«,

»Die Therapeutin«Camilla Grebe Åsa Träff Die Therapeutin

Gerard Donovan - Winter in Maine 5Std24und

»Winter in Maine« waren die abschließenden Hörbücher für den Monat November. Allesamt sehr zu empfehlen.

Gelesen wurde wie üblich der ein oder andere Reiseführer, wobei es diesmal wohl eher die Reiseberichte im Netz waren, welche meine Aufmerksamkeit auf sich lenkten.

Bis auf Folge 10 habe ich die letzten ebooks aus der »Deathbook« Reihe von Andreas Winkelmann gelesen.

Das war`s – das erste (kurze) HB im Dezember ist bereits gehört – über den Titel darf ich allerdings noch nicht sprechen und William Shaw unterhält mich aktuell mit seinem Roman »Abbey Road Murder Song«.

Mal sehen was der DEZember bringt….

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AUSGEHÖRT: Frau Ella von Florian Beckerhoff

Erste Worte: Sie wäre die letzten paar Jahre ihres Lebens auch mit einem Auge zurechtgekommen. Wenn man sie gelassen hätte. Was brauchte sie in ihrem Alter noch zwei Augen? Mit fast neunzig Jahren. Da lag sie jetzt in diesem kargen Krankenzimmer und beobachtete, wie seit vielleicht einer halben Stunde Wasser aus dem Bad strömte, mittlerweile den ganzen grauen Boden des Raumes bedeckte und silbern zum Glänzen brachte.

Kurzinhalt via audible: Der dreißigjährige Sascha ist wenig begeistert, als er nach einer Augen-OP kurzfristig sein Krankenzimmer mit einer schnarchenden Oma teilen muss: Frau Ella. Als die aber gegen ihren Willen operiert werden soll, bringt Sascha sie bei Nacht und Nebel in seiner Wohnung unter. Saschas Freunde Klaus und Ute sind von dessen neuer Mitbewohnerin begeistert: Total schräg, so eine WG!Frau Ella

Tatsächlich wird der lethargische Sascha die lebendige, aber einsame Frau Ella so schnell nicht wieder los. Klaus und Sascha nehmen sich der alten Dame an, kleiden sie neu ein, führen sie zum Essen aus und machen Ausflüge in die Sommerfrische. Alles läuft bestens – bis Saschas Freundin Lina braungebrannt aus Spanien zurückkehrt.

(c) 2009 Ullstein Verlage GmbH, Berlin(p) 2010 Hörbuch Hamburg HHV GmbH

Autor: Florian Beckerhoff

Sprecher: Peter Jordan

Spielzeit: 04 Std. 31 Min. gekürzt

Das Hörbuch gibt es zum Download bei audible.de

Meine Meinung: Aufgrund eines Wasserrohbruches im Krankenhaus, werden kurzerhand und notgedrungen Frau Ella und Sascha in ein und demselben Krankenzimmer untergebracht.

SIE – Frau Ella ist eine 87jährige lebensfrohe alte Dame, ER – Sascha ein eher lethargisch wirkender junger  30jähriger Mann.

Die Situation anfangs etwas ungewohnt, freunden sich die beiden jedoch schnell an. Um Frau Ella vor einer ungewollten Vollnarkose und vor noch so manch anderen seltsamen Dingen zu retten greift Sascha zu „harten“ Mitteln – beide verlassen fluchtartig das Krankenhaus und Frau Ella wird in Saschas Wohnung einquartiert.

Frau Ella gewöhnt sich sehr schnell an diesen Umstand und ihr herrlich naiv wirkende Art bezüglich so mancher „neumodischer Dinge“ ist geradezu herzzerreißend süß. Schnell wird aus einem Latte Macciatto ein Kaffee mit Macciatto oder gar ein Milchschaumkaffee. Was solls – der Kaffee, zubereitet von ihr, schmeckt wunderbar!

Frau Ella „mischt“ die WG auf, bringt dadurch nicht nur Ordnung in die selbige, nein auch Sascha entdeckt was wirklich wichtig ist im Leben.

Die Geschichte einer Generationen-Freundschaft wir hier auf sehr unterhaltsame und anschauliche Weise erzählt. Schnell war das HB ausgehört und  das Herz war durch diese heitere Story wohlig gewärmt.

Fazit: Schnell auszuhörendes Büchlein. Witzig und charmante Erzählung über eine nicht alltägliche  Freundschaft.

Hörens- und liebenswerte Geschichte! Witzig und charmant. Sprecher Peter Jordan passte bestens zur Erzählung. Sehr gerne mehr von ihm!

4/5 Punkte Story und Sprecher.

AUSGEHÖRT: Ewig Zweiter – David Nicholls

Ewig Zweiter - David Nicholls
Ewig Zweiter - David Nicholls

Erste Worte:

Momentmal – Nein Nein Nein, tut mir leid Leute wir müssen es abbrechen. Was ist los? Polterte Inspektor Detektive Summers.

Quelle: Autor – David Nicholls, Verlag – HörbucHHamburg HHV GmbH, Sprecher – Peter Jordan, Spieldauer – 04 Std. 44 Min. (gekürzt), Veröffentlicht 2010

Das Hörbuch ist bei Audible im Flexi-Abo für € 9,95 erhältlich.

Kurzinhalt: Stephen C. McQueen war schon sechsmal eine Leiche. Im Klartext: Er ist ein erfolgloser Schauspieler. Das Blatt scheint sich zu wenden, als er den attraktiven Darsteller Josh Harper, zwölftsexiest Mann der Welt und Star des Theaterstücks „Verrückt, verworfen und gefährlich“ im Notfall in seiner Rolle als Lord Byron ersetzen soll. Doch: Josh sieht nicht nur fantastisch aus, ist immer witzig, wortgewandt und einnehmend, er ist auch immer pünktlich und bei frustrierend guter Gesundheit. Dass Stephen sich mit Joshs Frau Nora anfreundet, macht die Sache auch nicht einfacher. Ein umwerfender Held, Situationskomik und Sprachwitz!

Meine Meinung: Was schnelles für wenige Stunden…Sprich es handelt sich hier um ein kurzweiliges, erheiterndes und humorvolles Hörbuch. Genau das Richtige also für einen faulen, stillen Wochenendtag.

Die Seele baumelt von alleine und wird zudem ganz nebenbei noch unterhalten.

Einwenig meckern will ich auch: Stephen der Hauptprotagonist wird schnell „irgendwie“ sympathisch. Ich hätte ihn gerne einfach mal geschüttelt damit er aus seiner notorischen Ja-Sage-Phase endlich raus kommt und nicht ganz soviel „Waschlappen“ an den Tag legt.

An „Zwei an einem Tag“ reicht dieses Hörbuch leider bei weitem nicht heran.

Bei näherer Betrachtung gebe ich dem Hörbuch 3/5*****HörBuchSternChen

darum

Erste Worte
(Quelle: Audio CD Verlag: Hörbuch Hamburg; Auflage: gekürzte Lesung. (Juli 2008) ISBN-10: 3899036239 ISBN-13: 978-3899036237 Darum geschrieben von Daniel Glattauer gelesen von Peter Jordan)

darum

Ich wollte den Tag nicht vor dem Abend verdammen und stand sofort auf als ich spürte das ich  wach war.

Nur nicht denken, dachte ich . Die rosa Zahnpastawurst hielt sich in der Mitte der Borsten.

5 Std 44 min gesprochen von Peter Jordan

„Gut das ich nicht depressiv bin“, diesen Satz und die Zahlenkombination 260898 hört man des öfteren in Daniel Glattauer´s Hörbuch. Nichts passiert angeblich ohne Grund – Jan Rufus Haigerer wird zum Mörder und keiner glaubt ihm.

Ihm ,dem netten Journalist, niemand traut ausgerechnet ihm diesen Mord zu.

Jan jedoch, bleibt bei seinem Geständnis und je mehr man hört um so sympathischer wird der gewollte Mörder Jan Haigerer einem selbst.

Jan will seine Strafe, komme was wolle!

Gut das er nicht depressiv ist…