Abenteuer Gedächtnis – Martin Oberbauer

Abenteuer Gedächtnis Martin Oberbauer
Abenteuer Gedächtnis Martin Oberbauer

 

 

Ein Hörbuch der »Anderen – besonderen Art«.

Bei diesem Hörbuch ist Konzentration gefragt. Was steckt hinter der mysteriösen Postkarte, was hat es mit der Burg Galgenstein auf sich und welchem Geheimnis ist Ihr Bruder auf der Spur? All diese und einige mehr Fragen gilt es hier zu beantworten.

Die Geschichte wird vorgetragen von Jo Brauner, angenehm unterbrochen wird die Erzählung nach einiger Zeit von Stephanie Müller, sie stellt dem Hörer Fragen nach Details der eben gehörten Geschichte.

Es macht Spaß dem Hörbuch zu folgen und aktiv teilzunehmen. Wer also seine Konzentrationsfähigkeit einmal testen und nebenbei hervorragend unterhalten werden möchte, ist bei diesem etwas über 2 ½ stündigen Hörbuch genau richtig.

Quelle: Audio CD Verlag: Langen/Mueller; Auflage: 1 (31. März 2008) ISBN-10: 378444153X ISBN-13: 978-3784441535, geschrieben von Martin Oberbauer, gesprochen von Jo Brauner und Stephanie Müller. Spieldauer 02 Std. 37 Min. (ungekürzt).

Download bei audible.de– € 9,95 Audible-Preis

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Schneller als der Tod – Josh Bazell

Erste Worte:

Schneller als der Tod - Josh Bazell
Schneller als der Tod - Josh Bazell

Ich bin also auf dem Weg zur Arbeit und bleibe stehen um einer Taube zu zuschauen die im Schnee mit einer Ratte kämpft und irgendso ein Dödel will mich ausrauben. Mit Knarre natürlich. Er kommt von hinten und drückt sie mir in die Schädelbasis, sie ist kalt und fühlt sich sogar gut an.

Quelle: Audio CD Verlag: Dhv der Hörverlag (März 2010) ISBN-10: 3867175403 ISBN-13: 978-3867175401 geschrieben von Josh Bazell, gesprochen von Christoph Maria Herbst. Spieldauer: 6 Std. 49 Min. ungekürzt

Vorab: wunderbar gelesen von Christoph Maria Herbst! Hier wurde glücklicherweise die richtige Sprecherauswahl getroffen!

Kopfkino der extra Klasse – bissige, gnadenlose  „Ein Mann Show“ -ein sehr guter Hör-Roadmovie!

Zur Story: Erzählt wird die Geschichte von Pietro (Dr. Peter Brown), einem ehemaligen, äußerst talentierten Auftragskiller der Mafia, welcher nach seinem Ausstieg als behandelnder Arzt in einem Krankenhaus tätig ist.

Die Geschichten aus Dr. Peter Brown`s Alltag sind herrlich zynisch und nicht selten denkt man dabei an die TV-Serie mit Dr. House.

Peter scheucht seine Studenten durch das Krankenhaus, hält sich selbst mit den verschiedensten Medikament wach und bestreitet so sein gewähltes „Krankenhausleben“, bis eines Tages ein alter Bekannter aus Peters Vergangenheit auftaucht…

Was macht man nun mit einem kränklichen alten Mafiaboss der allem Anschein nach die wahre Identität von Dr. Peter Brown erkannt hat…

Das Hörbuch im schnellen und mitreißenden Tempo erzählt, zieht einen sofort in seinen Bann – die Ereignisse äußerst witzig dargestellt, lassen die Hörzeit von 6 Std und 49 min wie im Flug vergehen. Wer Roadmovies jeglicher Art liebt, trifft mit diesem Hörbuch genau die richtige Wahl.

Besonderes Lob geht hier an den Sprecher!!!!!!!!!
Zu guter letzt gibts hier auch noch den Trailer zum Hörbuch:

Der Augensammler – Sebastian Fitzek

Erste Worte:

Der Augensammler - Sebastian Fitzek
Der Augensammler - Sebastian Fitzek

Es sind die Phantasten die die Welt verändern und nicht die Erbsenzähler.

Spielen ist experimentieren mit dem Zufall. Novalis. It`s the end where I began.

Quelle: Audio CD (1. Juni 2010) 1., Aufl. Edition Label: Lübbe-Audio (Tonpool) ASIN: 3785743688 geschrieben von Sebastian Fitzek, gesprochen von Simon Jäger. Spieldauer: 10 Std. 51 Min. ungekürzt

Gut, da sitz ich nun und überlege was ich über Fitzeks neuestes Werk sagen soll…

Vorweg – ich habe alle seine Werke gelesen/gehört und war meist begeistert. Logisch durchdachte und gut ausgebaute Romane – das ist Sebastian Fitzek!

Die Romane wunderbar als Hörbuch vorgetragen von Simon Jäger.  Ein Weltklasse- Sprecher trifft hervorragenden Schriftsteller…

Tja nur jetzt kämpfe ich gerade mit mir selbst…  Ich konnte kaum die Erscheinung des Hörbuches abwarten, gehörte sicherlich auch zu den Ersten, die auf den Downloadbutton bei audible.de drückten und sofort der Geschichte lauschten.

Es fing äußerst spannend an, sehr gefiel mir die genaue und intensive Charakterisierung der einzelnen Personen. Alexander Zorbach und Alina Gregoriev hatte ich deutlich vor meinem inneren Auge – Respekt hier für die offensichtlich umfangreiche Recherche. (Auch das Nachwort vom Autor selbst empfand ich als sehr informativ und interessant!)

Die Idee zur Geschichte hat mich selbstverständlich mitgerissen, jedoch wollte der Funke beim Hören diesmal irgendwie nicht richtig auf mich »überspringen.«

Mir fehlten die wirklich spannenden, mitreißenden Stellen. Ebenfalls fehlte mir auch der Drang, unbedingt und zwar jetzt sofort, – also gleich – wissen zu wollen, wie es ausgeht. Bei diesem Hörbuch habe ich mich sogar erwischt, selbst nach einigen Stunden Pause, nicht sofort wieder den ipod einschalten zu müssen.

Es zog sich zwischendurch ziemlich in die Länge.

Nach knapp 3 Stunden Hörzeit (Gesamtlänge 10:51 Stunden) hatte ich das erste Mal eine vage Vermutung, wer der »Augensammler« sein könnte. Diese bestätigte sich dann auch zum Schluss. Die Person des Täters ist und bleibt für mich nicht überzeugend genug und in sich stimmig.

Fazit: Es ist nicht der schlechteste Thriller, den ich gehört habe, allerdings auch nicht der Beste Fitzek! Falls es,  und das wird es mit Sicherheit, eine Fortsetzung geben wird, dann hoffe ich, die gewohnte Spannung wieder erleben zu dürfen, die mir sonst so oft bei Fitzeks Romanen die Gänsehaut beschert hat.


Antworten lohnt sich…..

Das gefällt mir! Kaum habe ich auf eine kleine Frage bei Twitter geantwortet schon bekomme ich doch glatt ein Hörbuch von www.claudio.de geschenkt! Vielen Dank dafür, habe mich sehr darüber gefreut – zumal es das erste Hörbuch ist das ich von einer Plattform geschenkt bekommen habe.

Henning Mankell – Der Feind im Schatten befindet sich bereits auf meinem Ipod und wird auch sofort nach Sebastian Fitzeks – Augensammler in Angriff genommen und selbstverständlich werde ich eine Rezi als Dank auf www.claudio.de posten!

Vielen lieben Dank!

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Ausgelöscht (Smoky Barret 4) – Cody McFadyen

Erste Worte:

Ausgelöscht (Smoky Barret 4 ) - Cody McFadyen
Ausgelöscht (Smoky Barret 4 ) - Cody McFadyen

Jeder ist eine Insel. Das habe ich früh lernen müssen. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich liebe Tommy und wenn ich nachts aufwache und er liegt neben mir so dass ich ihn anfassen, wecken, mit ihm reden und vielleicht mit ihm schlafen kann, gibt es nichts schöneres für mich. In solchen Augenblicken bin ich die Besitzerin geheimen Wissens und Hüterin verborgener Dinge. Doch das ändert nichts an der Wahrheit.

Quelle: Audio CD Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1., Aufl. (März 2010) ISBN-10: 3785743319 ISBN-13: 978-3785743317 Originaltitel: Abandoned, geschrieben von Cody McFadyen, gesprochen von Franziska Pigulla, Spieldauer: 07 Std. 07 Min. (gekürzt)

Mein erster McFadyen!

Interessant – es braucht also insgesamt vier bereits erschienene Thriller über die Protagonistin Smoky Barret, um meine Aufmerksamkeit zu erregen. Stets auf der Suche nach hörenswerten, aufregenden, spannenden, schön gesprochenen Hörbüchern stöbere ich unendlich oft auf den verschiedensten Plattformen und bisher bin ich tatsächlich noch nicht auf Cody McFadyen gestoßen… Zum Glück ändern sich die Zeiten und man lernt dazu 🙂

7 Std und 7 min lauschte ich also voller Spannung dem vierten Teil  rund um die Geschehnisse der FBI-Agentin Smoky Barret und ihrem Team. Glücklicherweise muss man die vorherigen drei Bücher nicht zwingend gelesen bzw. gehört haben um »Ausgelöscht« zu verstehen.

Die Story ist kurz erzählt: Smoky Barret und ihr Team befinden sich auf einer Kollegen Hochzeit, als die FBI-Agentin unerwartet eine SMS von einem Unbekannten erhält. Kurze Zeit später hält ein Wagen vor der Hochzeitsgesellschaft und eine, wie sich rasch herausstellt, seit über sieben Jahren vermisste Polizistin wird aus dem Wagen auf die Straße befördert. Smoky Barret und ihr Team machen sich auf der Stelle an die Ermittlungen und stellen sehr schnell fest, dass der Täter bereits mehrere Frauen entführt und über mehrere Jahre gefangen hielt. Auf der Jagd nach dem Psychopathen und dessen eigentliche Motivs geraten die FBI-Agentin und ihr Team selbst in die Fänge des Killers.

Hervorragend gesprochen bindet die Sprecherin Franziska Pigualla (übrigens ist sie die Sprecherin der FBI-Agentin Scully in Akte X) den Zuhörer an die extrem spannende Story.

Cody McFadyens vierten Teil enthält einige brutale Szenen, glücklicherweise wird dies nicht fortlaufend und übertrieben grausam geschildert. Einwenig störend empfand ich persönlich die überhöhte Darstellung des lässigen Umgangs mit schwersten Schicksalsschlägen der Hauptdarstellerin Smoky Barret.

Ansonsten ist es ein äußerst spannendes und dadurch fesselndes Hörbuch dessen ungewöhnliches Ende sehr überrascht.

Dieser McFadyen wird wohl nicht mein letzter bleiben, stellt sich nur noch die Frage welchen soll ich als nächstes in Angriff nehmen?

Weitere, bereits erschienene Smoky Barrett Geschichten:

  1. Die Blutlinie (Shadowman)
  2. Der Todeskünstler (The Face of Death)
  3. Das Böse in uns (The Darker Side)

Der Trakt – Arno Strobel


Der Trakt - Arno Strobel
Der Trakt - Arno Strobel

Erste Worte:

Als Sibylle sah wie ihr Junge auf den Beifahrersitz des fremden Autos gezogen wurde, erstarrte sie. Einen Moment lang dachte sie ihr Herz würde aufhören zu schlagen. Sie hörte noch den erstickten Schrei den Lukas ausstieß bevor ein tätowierter Arm aus dem Inneren des Wagens auftauchte und die Tür mit einem Ruck zu zog.

Quelle: Verlag: Argon Verlag GmbH; Auflage: 1. (autorisierte Lesefassung) (12. April 2010) ISBN-10: 3839810183 ISBN-13: 978-3839810187 geschrieben von Arno Strobel, gesprochen von Tanja Geke. Spielzeit: 07 Std. 04 Min. (gekürzt)

Nichts ist wie es scheint…oder wenn das Gedächtnis anders ist als das aufkommende Gefühl ….

Alleine in einem Krankenhauszimmer ohne Erinnerungen zu erwachen ist sicherlich für niemanden angenehm. Wenn dann noch die Erklärung folgt man läge bereits seit zwei Monaten in diesem Zimmer im Koma, würde sich mir der Magen umdrehen.

Sibylle Aurich durchlebte genau diesen Moment. Nach angeblichen zwei Monaten Koma erwacht sie in einem seltsamen Krankenhauszimmer.

Sie findet keine Klingel um das Krankenhauspersonal auf sich aufmerksam zu machen und als sie versucht den Raum zu verlassen ist dieser abgeschlossen.

Als endlich ein Arzt ihr Zimmer betritt wird der Alptraum nur noch schlimmer. Im Gespräch erfährt sie, dass ihr geliebter Sohn an den sie sich erinnert, nie existiert hat – sprich, sie hätte sogar nie ein Kind gehabt. Die Erinnerung an ihn wäre lediglich ein Streich ihres Gedächnisses.

Die ganze Situation, Arzt, Krankenhaus, Erinnerungen und Tathergang kommen ihr mehr als spanisch vor. Voller Panik und Verzweiflung  entschließt sie sich aus dem Krankenhaus zu flüchten, was ihr auch gelingt.

Ihr Ziel: Sie will  zu ihren Ehemann und ihrem Sohn in das ihr vertraute Haus und endlich diesen Wahnsinn aufklären. Hier endlich angekommen starrt sie in die Augen ihres Mannes, der sie  jedoch zuvor noch nie in seinem Leben gesehen hat….

Eine heftige Geschichte. Spannend von Anfang an. Auch dieses Hörbuch habe ich so gut wie in einem Rutsch durchgehört.

Die Sprecherrolle mit Tanja Geke hervorragend besetzt! Die Geschichte an sich gut durch dacht, selbstverständlich gab es eine überraschende Wendungen wie es sich für einen anständigen Psychothriller gehört, trotz alledem gefiel es mir persönlich nicht hundertprozentig.

Die Auflösung und eigentliche Erklärung der Geschichte empfand ich zuweilen schon arg an den Haaren herbei gezogen und (noch) nicht in der Realität vorstellbar. Bleibt  zu hoffen das dies auch nie passieren wird…..

Kurz noch erwähnt: Zu Anfang des Hörbuches hatte ich immer wieder vermutet es würde in die Richtung von Sebastian Fitzeks „ Splitter“ gehen, nach knapp einer Stunde Hörzeit jedoch entwickelte sich die Story glücklicherweise in eine andere spannende Richtung und ist somit kein „billiger Abklatsch“ und durchaus zur spannenden Unterhaltung zu empfehlen.

Trailer zum Buch von newbooksonfilm




Die ersten 10 Minuten live gelesen von Arno Strobel auf dem Kanal von queisserbuch auf YouTube

Ausgehört: HUMMELDUMM von Tommy Jaud

HUMMELDUMM von Tommy Jaud
HUMMELDUMM von Tommy Jaud
Erste Worte:

Sitzreihe 12 war die letzte die zwischen Tortellini und Hühnchen wählen durfte.

Ich, saß in Reihe 13.

Schon auf dem Hinflug hätte ich also ahnen können, dass der Jahresurlaub zum Alptraum wird. Hm – einen Scheiß ahnte ich. Im Gegenteil ich war so happy dass ich sogar Sekt bestellte für meine Freundin und mich und harmonietrunkenen Unsinn faselte wie: Auf einen tollen Urlaub! Und auf die neue Wohnung – ergänzte Sina strahlend und dann knirschten unsere Plastikbecher aneinander, was irgendwie erbärmlich klang.

(Quelle: Verlag: Argon Verlag GmbH; Auflage: 1. (autorisierte Lesefassung) (23. Februar 2010) ISBN-10: 3839810027 ISBN-13: 978-3839810026 geschrieben und gesprochen von Tommy Jaud Spielzeit: 05 Std. 32 Min. (gekürzt))


Hummeldumm – dumm wie eine Hummel?

Sind Hummel dumm?

(Diese Frage wird nicht beantwortet in diesem Hörbuch.)


„Neun Idioten in alberner Wanderkleidung“…So tituliert Tommy Jaud seine Namibia Reise Protagonisten.

Unterschiedlicher könnte die Reisegruppe nicht sein, da gäbe es: Matze (Erzähler) und Sina seine Freundin, Kevin Schnabel – ein durchtrainierter Modelverschnitt mit sächsischem Akzent, einen fränkischer Rentner aus Bamberg namens Sepplpeter, die Trixi aus Zürich – eigentlich ja aus Hannover, die Grubers aus Wien & den schmierigen Max Breitling samt seiner Begleitung Brenda Schiller – der Wetterfrau eines TV Senders. Tourguide der ganzen Mannschaft: Bahe…..

Eigentlich könnte man nach dieser Aufzählung bereits erahnen, was in den nächsten 5 Std und 35 Minuten auf den Hörer zukommen wird.

Lange hat es demzufolge auch gedauert bis ich mich schließlich entschieden habe dieses Hörbuch zu kaufen. Tommy Jaud als Autor hat mich bereits mit seinen letzten Romanen überzeugt. „Millionär“ und natürlich „Resturlaub“ trieben mir die Tränen vor Lachen in die Augen. Tommy Jauds  „Sprecherstimme“ auch nach mehrmaliger Hörprobe, überzeugte mich jedoch ganz und gar nicht.

Wäre ein Christoph Maria Herbst, wie eigentlich erwartet, der Vorleser gewesen, hätte ich dieses Hörbuch mit Sicherheit am ersten Tag des Erscheinens gekauft. Soweit so gut – letztendlich landete das Hörbuch doch in meiner Bibliothek.

Nach einer halben Stunde hatte ich mich an die „andere“ Stimme gewöhnt und nach knapp zwei Stunden war ich sowohl von der Geschichte als auch von den verschiedenen Dialekten genervt. Das Thema „Überweisung“ hing mir letztendlich so zum Hals raus, dass ich schon gar nicht mal mehr an meine eigenen zu tätigen Überweisungen denken mochte 😉

Das ewige Hin und Her des Erzählers Matze und die damit verbundenen Verkettungen an Missverständnissen, erinnerte zeitweise sehr an Dick und Doof. Ehrlich gesagt war ich fast versucht das Hörbuch abzubrechen und in meiner Bibliothek bis auf weiteres virtuell verstauben zu lassen. Ich gab dem Hörbuch eine Chance,  machte jedoch eine Hörpause und flog nach Berlin…..

Nach vier Tagen „live Dialekte erleben“ war ich bereit, das Hörbuch wieder in Angriff zu nehmen. Schnell vergingen die restlichen 3 ½ Stunden und schnell erwischte ich mich auch bei dem ein oder anderen „Schmunzeln“.

Kurz – ein nettes Hörbuch für „mal eben so“. Wer Dialekte jeglicher Art mag (und auch erträgt!) wird seinen Spaß damit haben…..

Ich schließe mich den Worten von Bahe dem Tourguide an:

Iiiiihr ward nä, die schlimmste Grubbbbeee die i jemaaals hadde, nä

Tommy Jaud sei schließlich doch noch ein Lob bezüglich der Dialekte auszusprechen….


Der Meister – Tess Gerritsen

Erste Worte:

Der Meister - Tess Gerritsen
Der Meister - Tess Gerritsen

Prolog: Heute  habe ich einen Mann sterben sehen.

Es war ein unerwartetes Ereigniss und ich staune immer noch darüber daß sich dieses Drama direkt zu meinen Füßen abspielte. So vieles von dem was unserem Leben Würze gibt, ist nicht vorher sehbar, deshalb müssen wir lernen die Schauspiele die es für uns bereit hält zu genießen wann immer sie geboten werden und die seltenen Momente des Nervenkitzels als Lichtblicke in sonst so monotonen Fluss der Zeit zu schätzen. Meine Tage vergehen quälend langsam hier hinter diesen Mauern, wo Menschen nur Zahlen sind, wo man uns nicht nach unseren Namen oder von Gott verliehenenTalenten unterscheidet, sondern nur nach der Art unserer Vergehen.

Quelle:Audio CD Random House Audio, Deutschland 2006 Vertrieb: audible.de geschrieben von Tess Gerritsen, gesprochen von Michael Hansonis – 13 Std. 09 Min. (ungekürzt)

Der zweite Fall von Detective Rizzoli – im Grunde die Fortsetzung von: Die Chirurgin.

Gewohnt spannend – gewohnt rassant und logisch aufgebaut. Tess Gerritsen gibt schonungslos Gas zu Anfang mit den Geschehnissen, schnell wird klar daß es sich um ein Mordserie der besonderen Art handelt.

Sprecher Michael Hansonis vertont das durch Tess Gerritsen vorgegebene Tempo hervorragend.

Die Geschichte – extrem spannend, von Zeit zu Zeit ziemlich schaurig, blutig und brutal.

Besonders gelungen ist Michael Hansonis die Interpretation der verschiedenen Beteiligten. Die „Stimme des Meisters“ erziehlt bei mir immer noch Gänsehaut. Der Meister – bereits bekannt durch „Die Chirurgin“ handelt gewohnt überlegt und brutal – seine Taten ließen mich deutlich schaudern…und dann ist da ja noch ein „Lehrling“…

Ein idealer Thriller – Spannung der alten Schule. Durchaus hörenswert!

13 Std Hörzeit, glücklicherweise ungekürzt, bieten ein spannendes Kopfkino. Einzig der Schluß ging für meinen Geschmack einwenig zu schnell, ansonsten sehr zu empfehlen.

Weitere Tess Gerritsen Hörbücher:

Schwesternmord, Grabkammer,

Teil VII Trigger, der Fenstermensch und ein schneller Aufbruch

Fortsetzung…

Hier drehte er etwas länger an der Schraube im Fensterrahmen, immer wieder öffnete er das Fenster und schloss es unmittelbar danach wieder. Er rüttelte ebenfalls am Griff und schüttelte zur Abwechslung mit dem Kopf. Er blickte mich an und fragte nach einer Leiter. Also eine große Leiter habe ich nicht in der Wohnung, eine kleinere Trittleiter könnte ich anbieten meinte ich zu ihm. Er nickte und ich ging los und holte die geforderte Trittleiter.

Er stieg schwerfällig auf die selbige und stellte dann fest dass er doch etwas zu weit vom Fenster entfernt war. Daraufhin stieg er wieder herunter, schob die Trittleiter näher ans Fenster und erkletterte erneut die kleine Leiter. Im oberen Eck des Fensterrahmens befand sich eine weitere, gut versteckte Schraube. Diese bearbeitete er mit seinem Schlüssel, während er abermals mit dem Kopf schüttelte.

In meinem Kopf hörte ich schon seine Stimme sagen, dass dieses Fenster nicht zu reparieren ist und die schlimmsten Horrorszenarien spielten sich in meinen Gedanken ab. Fensterausbau – und das bei minus Graden. Ein Traum im Winter!

Ich nippte an meinen Kaffee und beobachtete den Fenstermenschen in der Höhe. Nach einigen Minuten kraxelte er die zwei Treppen mit hochrotem Kopf und Schweißperlen auf der Stirn herunter. „Gut dann hören wir mal wieder“, grinste er mich an. Ich wusste was jetzt kam. Natürlich forderte er mich auf näher zu kommen und am Fensterrahmen zu lauschen und natürlich tat ich, wie mir geheißen. Ich konnte nichts hören und auch keinen Luftzug an meiner, unauffällig am Fensterbrett abgelegten Hand verspüren. „Passt doch alles oder?“, fragte ich. Der Handwerker strahlte über das ganze Gesicht und war sichtlich stolz über sein Werk. Er schob die Trittleiter zur Seite und  klärte mich darüber auf das die Silikondichtung am unteren Rand erneuert werden muss.

Kaum hatte er es ausgesprochen bewegte er sich Richtung Wohnzimmertür. Im Gehen teilte er mir noch mit, dass er in seinem Werkzeugkasten bestimmt eine Silikonpistole haben würde. Ich blickte ihm schweigend hinterher. Während ich ebenfalls zur Wohnzimmertür ging hörte ich bereits aus dem Gang einen schnaufenden, am Boden knienden Handwerker der in seinem Werkzeugkasten stöberte.

„Ja also ich habe die Pistole nicht im Kasten, ich gehe eben mal runter und hole sie aus dem Auto“, sagte er und stand mühsam auf. „Ist es denn zwingend notwendig das Silikon auszutauschen?“ fragte ich. Die Vorstellung dass er ein weiteres Mal die Treppen rauf und runter musste widerstrebte mir irgendwie. Ich sah ihn schon schwer atmend im Treppenhaus sitzend.

„Ich habe das alte Silikon bereits entfernt, also bleibt uns keine andere Wahl es zu erneuern“ erwiderte er schlau. „Ich geh eben mal runter, bin gleich wieder da.“

Na gut wenn er meint, wann hat er denn das Silikon entfernt fragte ich mich in Gedanken. Irgendwie ist er ja schon ein komischer Vogel der Fenstermensch.

Hätte ich gehen sollen und die Silikonpistole aus dem Auto nach oben bringen sollen?

Diese Überlegung gefiel mir allerdings nicht wirklich, nicht weil ich die Treppen rauf und runter musste, nein einen fremden Menschen ließ ich nicht gern allein in meiner Wohnung.

Ich drehte mich, entschlossen einen weiteren Kaffee einzuschenken um, als es just in diesem Moment wieder klingelte. Also drehte ich mich wieder zur Tür und öffnete sie. Der Fenstermensch stand diesmal bereits vor meiner oberen Haustür. Ich gebe zu ich bin kurz über seinen Anblick erschrocken. Zum wiederholten Male sah ich den Fenstermenschen mit hoch rotem Kopf und kleinen Schweißperlen auf der Stirn.

Ich ging ein Stückchen auf die Seite und gewährte ihm abermals Einlass in meine Wohnung. Die Silikonpistole hielt er in der Hand. „Wissen Sie heute brauche ich kein Fitness mehr“, witzelte er. „Das glaube ich gerne“, antwortete ich.

Er brachte das Silikon zwischen Fensterrahmen und Fensterbrett an und verstrich das überschüssige Material mit dem Finger. „Äh hätten Sie ein Zewa?“ Natürlich hatte ich ein Zewa, ich brachte es ihm sogleich. Als er fertig war und sich umdrehte, stolperte er fast über die Trittleiter. Etwas schusselig war er also auch der Fenstermensch.

In der Küche angekommen, blickte er sich um. „Sie haben ja eine schöne große Küche“, lobte er. „Diese Fenster taugen wirklich nichts, die muss man eigentlich immer wieder mal nach ziehen“, bemerkte er noch nebenbei. „Ach sie arbeiten auch zuhause?“ fragte er mit Blick auf mein Notebook. „Ja, ab und an kann ich von zuhause arbeiten und heute muss ich allerdings noch mal raus, die ein oder anderen Dinge abgeben im Büro“, erklärte ich. „Ja das ist schon eine feine Sache mit dem Internet heutzutage, das gab es früher nicht, ich kenn mich damit leider gar nicht aus, ich bin schon zu alt dafür“, meinte er. Ich schätze ihn zwischen Mitte, Ende 50, wenn ich da an meine Eltern denke die sind beide fit am PC und schrecken vor nichts zurück was das Internet betrifft. Ich erzählte ihm von meinen Eltern und das er es doch einfach mal probieren sollte, so schwer wäre es nicht und Spaß würde es ohnehin auch noch machen. Er zog die Augenbrauen hoch und schüttelte wieder mit dem Kopf. Er sei Handwerker und so ein PC wäre eine andere Welt.

Wie es der Zufall wollte, ertönte in diesem Moment ein Klingelton aus meinem Notebook. „Ja was is jetzt des?“, fragte er erschrocken. Ich erklärte ihm dass gerade ein Anruf reinkommt. „Ja wie nachad, aus dem Ding da?“, kam es mir bayrisch entgegen. Er blickte ungläubig auf mein MacBook. Ich drehte es zu mir und sah dass mich meine Mutter anrief. Ich zeigte auf den Bildschirm und sagte: „Meine Mutter ruft gerade an, wollen sie mal sehen wie das funktioniert?“ „Ja freili, des muas i seng“, kam es sofort zurück. In der Aufregung sprach der Fenstermensch also tiefstes bayrisch.

Ich nahm den Anruf meiner Mutter entgegen und erzählte gleich das wir einen Mithörer hätten. Dies gefiel meiner Mutter natürlich und sie meinte sofort ich sollte doch mal auf Video drücken damit sie was sieht. Der Fenstermensch blickte ungläubig auf dem Bildschirm. „Ja wie jetzt, ko ma da a was seng?“, fragte er neugierig. Ich klickte mit der Maus auf Video und erklärte ihm noch das in wenigen Sekunden, dort auf dem Bildschirm meine Mutter erscheinen wird und wir bei ihr auf dem Bildschirm sichtbar werden. Er schüttelte wieder mit dem Kopf. „Des is a Sach, wahnsinn sacha gibt’s“, brummte er vor sich her.

Als er meine Mutter auf dem Bildschirm sah, war er sichtlich baff. „Kreizdeifi, des is ja a richtiges Buidl, da sigt ma ja was da andre grad macht“, erkannte er richtig. Er winkte meiner Mutter zu und begrüßte sie höflich. Meine Mutter ihrerseits winkte ebenfalls und grüßte ebenso erfreut. „Des is a suba Gschicht, des dad mir a Spass machen, i glab ich muas ma a so was kaffa“, meinte er begeistert. Meine Mutter stimmte ihm zu und meinte es wäre gar nicht schwer und sehr einfach zu erlernen. Während meine Mutter also die Vorteile eines Computers und dessen Nutzung aufzählte stand ich staunend daneben und beobachtete heimlich den Fenstermenschen wie er sichtlich begeistert zuhörte und ab und an bayrisch in den Bildschirm sprach. Es hatte ein klein wenig was von einer kaberettistischen Darbietung. Ich amüsierte mich prächtig.

„I dat erna wirklich no sackrisch gern länger zuhern, aber i glaub i muas mi jetzt a moi wieder um des letzte Fensta kimmern, sonst werd i heid nimmer fertig“, erwähnte er nach knapp 5 Minuten Gespräch mit meiner Mutter. Ich sah wie meine Mutter nickte und ihm noch einen schönen Tag wünschte und nochmals erwähnte wie einfach alles wäre und das es wirklich Spass bereiten würde. Sie verabschiedeten sich von einander und schließlich legte meine Mutter auf. Aha, und was wollte sie jetzt eigentlich von mir, fragte ich den bayrischen Handwerker. „Des woas i jetzt a ned, des hats wahrscheinlich vor lauter gschmarr selba vergessen“, kam als Antwort. Ich grinste und meinte dass ich sie eben nachher noch mal anrufen würde. „Des duast“, meinte er ebenfalls lächelnd. „Des gfeut ma scho, so a Bildschirmtelefon, des ist scho persönlicher als des andere“, stellte er fest. Er begann erneut darüber zu schwärmen, während er das Küchenfenster bearbeitete. Diesmal ging es ruck zuck. Einmal geöffnet, kurz fest geschraubt und schon wurde es wieder geschlossen. Diesmal musste ich nicht hören, lag wahrscheinlich daran dass er immer noch völlig aus dem Häuschen über den Anruf war. „So nachad, jetzt bin i fertig, oder ham ma no irgendwo a Fenster“, fragte er schließlich. Diesmal schüttelte ich mit dem Kopf. Das waren alle Fenster bestätigte ich.

„Guad, dann laf i moi oabi und hol den Auftrag, den muassaten sie mir no unterschreibn, damit die Hausverwaltung a sigt das i da war“, erklärte er mir während er seine Sachen zusammen packte. „Sie müssen noch mal runter?“, fragte ich ungläubig. „Ja scho i hab den Auftrag vorhind im Auto vergessen, heid is irgendwie ned mei Dag“, klärte er mich auf. Ich bot ihm an mit runter zu kommen, dann müsse er nicht noch mal hoch laufen. „Des is scho a nette idee, bringt aber nix, i muas no zu ihrer nachbarin eini, muas also eh noamal rauf“, berichtete er. Ach Gott der arme Kerl.

Er lächelte und nahm seinen Werkzeugkasten in die Hand und ich begleitete ihn zur Tür. Er ging ins Treppenhaus und wollte gerade die Treppen runter gehen. „Herr Fenstermensch – wollen sie den Werkzeugkasten nicht gleich da lassen? Oder brauchen Sie ihn nicht bei der Nachbarin?“, fragte ich noch schnell. „Ja mai, heid bin i scho bsonders deppad, den häd i jetzt mit oabi knumma und nachad wieda aufi gschleppt, mai dankschön“, kam es beschämt vom Fenstermenschen zurück. Er stellte seinen Werkzeugkasten ab, grinste noch mal und ging dann nach unten. Ich blickte ihm kurz hinterher und ging dann wieder in die Wohnung zurück.

Diesmal dauerte es knapp fünf Minuten bis es erneut an der Tür klingelte, ich konnte hören wie er die Treppen hoch kam. Natürlich hatte er auch diesmal wieder einen hochroten Kopf. Sein Auftragsschreiben wedelte er mir bereits einige Stufen zuvor entgegen. „So jezad aber, jetzt brauch i nur noch a unterschrift und dann hamas“, meinte er strahlend. Er folgte mir in die Küche, lächelte abermals als er das MacBook sah und fragte: „Hoats wieda klingelt?“ Ich musste lachen und verneinte seine Frage.

„Also, schaungs da muassens unterschreibn, glei da unten“, dabei deutete er auf die linke untere Ecke des Auftrages. Ich unterschrieb und gab ihm den Auftrag, inkl. Trinkgeld zurück und bedankte mich herzlichst. „Na, na des nehm i ned o, des brauchts gar ned, ich hab sovui Spass bei erna kappt, des passd scho so“, erwiderte er und gab mir sein Trinkgeld zurück. Ich wollte etwas erwidern, wurde jedoch von ihm ausgebremst: „ Wissns woas, wenn i mir a so a Maschin kaff, dann brauch i vielleicht a moi Hilfe und da dad ich sie dann wenn sie einverstanden sind oruafa, wär ihnen das recht?“

„Freili Herr Fenstermensch, ruafas mi einfach o, i helf erna dann scho gern weida“, erwiderte ich ich fehlerfreien bayrisch. Er lächelte und drückte meine Hand, faltete seinen Auftrag und steckte sie in die Gesäßtasche. Zusammen gingen wir zur Wohnungstür. „Machas as guad und merci no amoi für die lustige Zeit bei erna“, sagte er zur Verabschiedung. „Merci a und an schena Dag no und auf boid!“ antwortete ich……….

ENDE

Teil VI Trigger, der Fenstermensch und ein schneller Aufbruch

Fortsetzung…

Drei Minuten später klingelte es erneut an der Haustür. Ich öffnete die selbige und hörte auch sogleich den schnaufenden Fenstermenschen die Treppen herauf kommen.

Mit hochrotem Kopf erschien Herr Fenstermensch in meinem Stockwerk. „Jeden Tag möchte ich nicht diese ganzen Stockwerke nach oben gehen“, meinte er schwer atmend.

Ich verbiss mir wiederum meinen Kommentar. (Was man nicht im Kopf hat, hat man eben in den Beinen).

Herr Fenstermensch stellte seinen Werkzeugkasten ab, nahm einen Metallstab und ein Schlüssel ähnliches Werkzeug aus dem Kasten und ging ins Badezimmer.

Ich fragte ihn währenddessen, wie er seinen Kaffee trinken möchte. Milch und Zucker wurde mir aufgetragen. Ich ging in die Küche und holte den fertigen koffeinfreien Kaffee, gab Milch und Zucker hinein und ging erneut ins Badezimmer zurück. Dort überreichte ich, dem immer noch schwer schnaufenden Handwerker, den Kaffee. Er bedankte sich, nippte sogleich, ein bis zwei mal am Kaffee und gab ihn mir zurück. Verstehe – ich war also der Halter des selbigen.

Er öffnete das Fenster, schimpfte über die Kälte und drehte mit seinem Werkzeug an einer Schraube im Fensterrahmen, dann schloss er das Fenster wieder. Er beugte sich näher an das Fenster und lauschte. Ich beobachtete ihn.

„Ah schon besser“ sagte er. Das Fenster öffnete er erneut und wieder schraubte er mit seinem Werkzeug an der Schraube, schloss das Fenster und kippte es im Anschluss.

„Mh, hm ja“ brummte er, erneut öffnete er das Fenster. Er rüttelte jetzt etwas am Fensterrahmen, schraubte nochmals und schloss es abermals. „Ah viel besser so“ sprach er, strahlend zu mir schauend. „Kommen Sie mal näher und hören Sie“. Ich verstand nicht recht, ich sollte hören? Gut ich folgte seiner Anweisung, kam näher und lauschte mit dem Kopf ans Fenster gewandt. „Hören Sie was?“ fragte er mich. „Nein, ich kann nichts hören.“ sagte ich wahrheitsgemäß. Offensichtlich war er mit dieser Antwort zufrieden. Er erklärte noch, dass das Fenster jetzt dicht sei.

Er griff nach dem Kaffee und wir gingen ins nächste Zimmer. Dort räumte ich schnell meine zwei Blumentöpfe weg und Herr Fenstermensch gab mir die Kaffeetasse zurück.

Er stellte sich ans geschlossene Fenster und lauschte. „Oh, da kann man ja den Fluss richtig laut hören, das ist nicht richtig dicht“ stellte er abermals fest. Es wiederholte das selbe Spiel wie im Badezimmer, Fenster auf – schrauben – Fenster zu – Fenster auf -wackeln am Fensterrahmen und erneut Fenster schließen.

„So, kommen Sie mal näher und hören sie jetzt“ forderte er mich auf. Ich tat wie mir geheißen und streckte meinen Kopf zum Fensterrahmen. „Und, können Sie etwas hören?“ fragte er lächelnd. Ich schüttelte den Kopf. „Schauen Sie, es zieht auch gar nicht mehr herein“ meinte er triumphierend. Ich legte meine Hand aufs Fensterbrett und spürte tatsächlich keinen einzigen Luftzug mehr.

„So, ja dann haben wir es ja“ verkündete Herr Fenstermensch. Ich machte ihn darauf aufmerksam das es noch zwei weitere Zimmer gäbe in denen die Fenster undicht wären.

Seltsamer Vogel dachte ich mir, kann sich auch nicht wirklich merken wie viel Fenster er zu reparieren hat. Wie dem auch sei, ich führte ihn ins Wohnzimmer und auch hier musste ich wieder am Fensterrahmen lauschen während er seinen Kaffee trank.

Er gab mir seine Tasse zurück und startete seine, mir bekannte Prozedur.

Fortsetzung folgt…