Der Hof von Simon Beckett

Ausgehört: Der Hof von Simon Beckett

Erste Worte:

Der Wagen fährt auf den letzten Tropfen. Seit Stunden keine Tankstelle, und die Tankanzeige ist tief in den roten Bereich gerutscht. Ich muss von der Straße runter, aber die Felder erstrecken sich endlos zu beiden Seiten und zwingen mich, immer weiter geradeaus zu fahren, bis der Motor den Geist aufgibt.

Der Hof von Simon BeckettKurzbeschreibung via audible.de : Auf der Flucht vor der Vergangenheit strandet der Engländer Sean auf einem einsamen Hof in Frankreich. Es ist brütend heiß, die Schweine wühlen im Dreck. Nur widerwillig duldet man den Fremden, denn die Bewohner des alten Gemäuers haben etwas zu verbergen – etwas, das man besser für immer ruhen lässt…

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird  exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich. 

©2014 Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg (P)2014 Argon Verlag GmbH, Berlin

AutorSimon Beckett SprecherJohannes Steck

Spieldauer: 10 Std. 37 Min

Erscheinungsjahr: 2014 im Argon Verlag

Meine Meinung: Ein neuer Simon Beckett Thriller befand sich bereits wenige Minuten nach Hörbuch Veröffentlichung in meiner Bibliothek. Zugegeben, den Wunsch nach einem neuen David Hunter Thriller schien nach Lesung der Inhaltsangabe für weitere Monate nach hinten geschoben worden zu sein – nichts des zu trotz war ich gespannt auf das neueste Thriller Werk.

Ruhig, in entspannter Erzählform ging es los. Hauptprotagonist Sean war im ländlichen Frankreich unterwegs. Es versprach spannend zu werden, zumal Sean allem Anschein nach auf der Flucht vor der Polizei war, sprich etwas zu verbergen hatte.  Als er dann noch unmittelbar nachdem er sich vor einer Polizeistreife versteckte in eine Tierfalle trat, war ich der Meinung es wird eine äußerst spannende und geheimnisvolle Story.

Tja und dann passierte es – NICHTS.

Es plätscherte stetig vor sich hin. Die Familie auf dem Hof ist zugegeben seltsam, teilweise gar durchgeknallt und die liebe lange Zeit habe ich (entspannt – und oder gar gelangweilt) auf den Knall gewartet. Alles trat auf, vom kauzigen Knecht, versteckte Statuen im Wald, bis hin zum wütenden und blutrünstigen Eber – alles wunderbare Ideen, die geradezu nach einem spannenden Plot schreien. Spannung stellte sich leider nicht ein und so blieb es weiterhin eine ruhige Erzählung.

Kurz vor Schluss, als ich konzentriert Johannes Stecks schnell gesprochener Worte lauschte, war ich hoffnungsvoll und fast schon der Meinung die Story würde doch noch aufreißen – wurde ich mit dem Gegenteil enttäuscht. Der klitzekleine geschaffene Spannungsbogen lockerte sich so schnell wie er zu Stande kam und als gleich war auch schon das Buch ausgelesen und Johannes Stecks Stimme verstummte.

Fazit: Ein ruhiger, spannungsloser Plot. Die Bezeichnung Thriller ist gefühlt fehl am Platz. Letztendlich entpuppte sich die Story als ereignislose Erzählung. Möglichkeiten einen wahren, spannungsreichen , gar gruseligen Thriller aus dem Stoff zu basteln gab es reichlich und zu Hauf. Schade nur, dass all diese Möglichkeiten von Simon Beckett nicht genutzt wurden. Warten wir eben weiter auf David Hunter….

Die Stimme–  Johannes Steck gab wie immer sein Bestes. Manche Inhalte sind allerdings selbst von einem spitzen Sprecher nicht zu retten.

Punkte 3/5 für die Story und 4/5 für den Sprecher.

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