Ausgehört: Der Ruf des Kuckucks von Robert Galbraith

Erste Worte:

Is demum miser est, cuius nobilitas miserias nobilitat.

Unglücklich ist letztlich, wessen Berühmtheit auch das eigene Elend berühmt macht.

LUCIUS ACCIUS, TELEPHUS

Die Menge, die sich auf der Straße versammelt hatte, brummte wie ein Fliegenschwarm. Vor den Absperrungen patrouillierten Polizisten, dahinter standen scharenweise Fotografen, die Kameras mit den langen Objektiven im Anschlag. Ihr Atem stieg wie eine Dampfwolke über Ihnen auf. Beständig fiel Schnee auf Hütte, Mützen und Schultern. Behandschuhte Finger wischten über Kameralinsen.

Kurzbeschreibung via audible: Das Krimi-Ereignis, über das die Welt spricht!

Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen.

Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch Strike ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während er immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert Strike Erschreckendes zutage und gerät selbst in große Gefahr…

Ein fesselnder, einzigartiger Kriminalroman, der die Atmosphäre Londons eindrucksvoll einfängt – von der gedämpften Ruhe in den Straßen Mayfairs zu den versteckten Pubs des East Ends und dem lebhaften Treiben Sohos. „Der Ruf des Kuckucks“ ist das hochgelobte Krimidebüt von J.K. Rowling, geschrieben unter dem Pseudonym Robert Galbraith, in dem sie mit Cormoran Strike einen ungewöhnlichen Ermittler präsentiert.

©2013 Blanvalet Verlag (P)2013 Random House Audio

Spieldauer: 16 Std. 02 Min. Autor: Robert Galbraith Sprecher: Dietmar Wunder

Das Hörbuch ist bei audible.de zum Sofortdownload erhältlich.

Meine Meinung: 

Cormoran Strike ein brummiger, leicht übergewichtiger Privatermittler dessen Agentur schon bessere Zeiten gesehen hat, erhält einen Auftrag. Scheinbar seine Rettung vor dem nahenden finanziellen Ruin. Zu dem ist sein Privatleben eine mittlere Katastrophe, seine Lebensgefährtin hat sich – oder war es er(?)– zum hundertsten Mal getrennt und er haust folge dessen auch des nächtens in seinem schäbigen Büro. Kurz – Cormoran Strike hat momentan alles andere als eine Glücksträhne und steuert auf seinen privaten und finanziellen Bankrott in großen Schritten zu.

Zu all dem wird ihm von der Zeitarbeitsagentur auch noch eine Aushilfe geschickt, welche er sich zum aktuellen Zeitpunkt jedoch absolut nicht leisten kann. Zeitgleich taucht glücklicherweise ein neuer Klient mit einem spannenden Fall und einer gewaltigen Finanzspritze in seinem Büro auf. Strike stellt die sympathisch wirkende Aushilfe, Robin Ellacott, ein und nimmt den Auftrag um den Tod des berühmten Supermodels Lula Landry an.

Bis hier recht unspektakulär, ein klassischer Anfang für einen klassischen Krimi – Cormoran Strike stellt den typischen upgefuckten Ermittler dar, welcher so gerne in Krimis zum Leben erweckt wird. Ein Held der die Krimiwelt rettet, an seiner Seite eine Assistentin die ihm oft und gerne aus der Patsche hilft.  Das waren meine anfänglichen Gedanken bezüglich „Der Ruf des Kuckucks“.

Glücklicherweise falsch gedacht: Cormoran Strike entpuppt sich als sehr liebenswerten Ermittler. Einer dem das Leben ab und an eins reingewürgt hat, jedoch selbstständig auch wieder auf die Bein(e) kommt. Robin Ellacott ist eine talentierte und engagierte Assistentin, selbstständig und ebenfalls sehr sympathisch von J.K. Rowling beschrieben.

Den Schreibstil an sich empfand ich als flüssig, interessant und sehr bildhaft, ihre Charaktere authentisch und äußerst lebendig wirkend. Ein Krimi blutarm und gewaltlos in Szene gesetzt.

Fazit: Stilistisch ein guter Plot, bildlicht geschildert mit ansprechenden Charakteren. Ein hörenswertes Buch welches unterhaltsam und interessant war. Für mich deutet alles auf eine Serie hin – der ich, zugegeben nicht abgeneigt wäre. An den Sprecher Dietmar Wunder habe ich mir erst nach einer Weile gewöhnen können, seine seltsame Art der Betonung stieß mir von Anfang an negativ auf. Nach der ersten „Einhörphase“ konnte ich dies zum Glück ausblenden.

Zugegeben hat mich der ganze Pseudonym Hype erst auf dieses Buch aufmerksam gemacht – ich frage mich ob aus diesem Krimi tatsächlich ein Hörbuch gemacht worden wäre wenn es von dem bis dato unbekannten Autor Robert Galbraith tatsächlich geschrieben gewesen wäre. Auch verstehe ich die sensationellen Beschreibungen und Beurteilungen dieses Krimis nicht ganz. In meinen Augen und Ohren ziemlich übertrieben. Schlagwörter wie: fesselnd, einzigartig, hochgelobt, ungewöhnlich, einwandfrei, extrem bis sehr unterhaltsam, stilistisch einzigartig, sensationeller Kriminalroman fielen mir bei so mancher Buchbeschreibung hier GROSS ins Auge. Vergleiche mit Arthur Canon Doyle, Dorothy L. Sayers bis hin zu P.D. James wurden hier gar genannt. Übertrieben und ungerechtfertigt – es handelt sich hier um einen Krimi – einen guten, unterhaltsamen „ Allerweltskrimi“. Kein sensationelles Meisterwerk, weder stilistisch noch inhaltlich. Das Rad wurde hier nicht neu erfunden – es hat lediglich J. K. Rowling geschrieben….

 Robert Galbraith hat mich gut unterhalten. That`s it.

Punkte gibt es für die Story 4 und für den Sprecher 3.

2 thoughts on “Ausgehört: Der Ruf des Kuckucks von Robert Galbraith”

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