Ausgehört: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Erste Worte:

»Polizeizentrale! Sie möchten einen Notfall melden?«

»Hallo? Mein Name ist Deborah Cooper. Ich wohne in der Side Creek Lane. Ich glaube, ich habe gerade gesehen, wie ein Mädchen im Wald von einem Man verfolgt wurde.«

»Was genau ist passiert?«

»Ich weiß es nicht! Ich habe am Fenster gestanden und in den Wald geschaut…..«

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert von Joël DickerKurzbeschreibung via audible.de : Ein Skandal erschüttert das friedliche Städtchen Aurora an der amerikanischen Ostküste: 33 Jahre nachdem die zauberhafte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten, des hochangesehenen Schriftstellers Harry Quebert. Als er verhaftet wird, ist der Einzige, der noch zu ihm hält, sein ehemaliger Schüler und Freund Marcus Goldman, inzwischen selbst ein erfolgreicher Autor. Überzeugt von der Unschuld seines Mentors – und auf der Suche nach einer Inspiration für seinen nächsten Roman – beginnt Goldman auf eigene Faust im Fall Nola zu ermitteln…

©2013 Piper Verlag GmbH, München (P)2013 Hörbuch Hamburg HHV GmbH, Hamburg

Hörprobe Harry Quebert
Zur Hörprobe

Autor: Joël Dicker Sprecher: Torben Kessler Hörzeit: 20 Std. 21 Min. (ungekürzt)

Meine Meinung: Mit den ersten Worten des HBs werden wir gleich mal in die frühe Vergangenheit geschickt und werden Zeuge eines Notrufes auf der örtlichen Polizeistation der Kleinstadt (Dorf) Aurora. Deborah Cooper schildert am Hörer die eben gesehene Szene und hofft auf Unterstützung der ansässigen Polizei. Das 1975 geführte Telefongespräche wird mit der Zusicherung auf kommende Hilfe beendet und wir wandern in die 33 Jahre spätere Zukunft.

Mr. Goldmann – Mr. Marcus Goldmann berichtet zu Anfang im kurzen Vorwort von seinem großen Erfolg als Schriftsteller. Alle Welt scheint begeistert von seinem Buch zu sein, welches das Verschwinden der vor 33 Jahren wie vom Erdboden verschluckten 15jährigen Nola, aufklärte.

Soweit so gut – bisher nichts außergewöhnliches – ein normaler Anfang für eine normale Geschichte. Weit gefehlt! Aber so was von weit verfehlt!

Vom Telefongespräch zum Vorwort geht es direkt in die Geschichte die mit einem Gespräch zwischen Marcus Goldmann und Harry startet.
Ich habe mich hier bereits gewundert warum es quasi mit der 31 startet. War hier Kapitel 31 gemeint? Wurde das Buch etwas von hinten also vom Ende bis zum Anfang erzählt? Ich war also bereits nach den ersten Minuten hellhörig geworden und lauschte gespannt dem Gespräch der Beiden. (Ein Blick in die Printausgabe verriet, die Kapitel zählten tatsächlich abwärts.)

„Ein gutes Buch, Marcus, ist ein Buch, bei dem man bedauert, dass man es ausgelesen hat.

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Das ist das passendste Zitat von Harry, welches wunderbar auf dieses Buch hier passt.

Ich hadere mit mir wie ich diese Rezi treffend und passend verfassen soll ohne zuviel von der Handlung Preis zu geben. Ich denke die Inhaltsangabe ist bereits das äußerste was vorab erzählt werden soll und genau daran halte ich mich jetzt auch.
Soviel sei verraten: ein 15jähriges Mädchen verschwindet 1975 – exakt 33 Jahre später wird die Leiche des Mädchens im Garten von Harry Quebert gefunden, der wiederum der frühere Professor, Mentor und Freund von Marcus Goldmann ist und genau dieser Marcus ist unser Erzähler und auch ein erfolgreicher Schriftsteller, der wiederum momentan keinen ordentlichen Satz zu Papier bringen kann….

Ich fasse zusammen: Zwei Schriftsteller, einer mit Schreibblockade der andere wird des Mordes verdächtigt – eine Leiche im Garten und ein Städtchen in New Hamshire namens Aurora und eine Menge Einwohner – und Schriftsteller Nummero DREI erzählt uns von alle dem – Joël Dicker.

Na Lust mehr von Marcus, Harry und den restlichen Leuten zu lesen?

Mein Interesse war geweckt und ich habe Freitag SPÄTNACHMITTAGS damit begonnen in die Geschichte einzutauchen und bin Sonntag FRÜHABENDS mit dem Ende der Story ausgespuckt worden. 20 Stunden Hörzeit!

Ich saß im Sessel und glotzte aus dem Fenster, einfach so gen Himmel.

Puh was war das jetzt?

Was für eine Geschichte!

Kriminalgeschichte, Liebes- und »tabus-aufdeckender« Gesellschaftsroman, Satire. Alles wirklich alles war und ist in diesem Buch vertreten und komplex vereint.

Die Idee und Umsetzung der kompletten Story gefiel mir sehr gut, ich liebe doppelbödig erzählte Geschichten. Storys die verworrener nichts sein können und letztendlich zu einem logischen und plausiblen Ende kommen. All das wurde mir mit diesem Buch gegeben und erfüllt. Hauptprotagonisten die verschiedenen nicht sein konnten wurden treffsicher ausgearbeitet, so manch einem Charakter hätte ich liebend gerne aus der Geschichte geschrieben oder zumindest eigenhändig erwürgt, doch am Ende war es dann genau dieser Charakter der beeindruckender nicht hätte sein können. Alles in allem sehr stimmig und gut durchdacht.

Fazit: Ein beeindruckendes Leseerlebnis. Joël Dicker hat ein interessantes Werk mit „der Wahrheit über…“ fabriziert. Eindrucksvoll die Gesamtstory und eine schön gemachte Kombination verschiedener einzelner Genre.

Spannend, liebenswert, reißerisch und herrlich kriminell – ein Buch für jeden!

Sprecher Torben Kessler hörte ich sehr gerne 20 Stunden zu. Schön gelesen und den jeweiligen Protagonisten wurde durch seine angenehme Stimme, ein passend vertontes eigenes Leben eingehaucht.

Ich vergebe dem Hörbuch 4/5 Punkte, Sprecherpunkte gibt es ebenfalls 4/5 Punkten.

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