Teil V Trigger, der Fenstermensch und ein schneller Aufbruch

Fortsetzung…

Im Hörbuch löste sich derweilen des Rätsels Lösung und ich lauschte kopfschüttelnd der Erzählung. Verwirrende Angelegenheit – junge Frauen, die ein oder andere Persönlichkeit, ein schwarzer Mann, die seltsame Kindheit, komische Wälder, der böse Wolf, Angsthasen und Doktoren – einfach eine irre Geschichte. Gerade als der Prolog anfing, klingelte es an der Haustür. Ich stand von meinem Stuhl auf und ging in den Flur, beendete mit einem Fingertipp mein Hörbuch und öffnete die Tür.

Ein etwa mitte 50jähriger Mann quälte sich die Stockwerke zu meiner Wohnung hinauf. Schnaufend begrüßte er mich. Ich streckte ihm die Hand zur Begrüßung entgegen und bat ihn herein.

Auffälligerweise, hatte er kein Werkzeug oder der gleichen dabei.

Ich: „Hallo Herr Fenstermensch, schön das es heute geklappt hat!“

Fenstermensch: „Ja (schnauf) ich konnte mich freischaufeln“ (er konnte sich freischaufeln? Wir haben einen Termin, was gibt es da zum freischaufeln???)

„So dann zeigen Sie mir doch mal die undichten Fenster.“

Ich führe ihn zu erst in das Badezimmer, er öffnete schnell das Fenster und gab seltsame Laute, wie „hm, ja, aha und so so“ von sich, schloss das Fenster wieder und ließ sich dann von mir das nächste Fenster zeigen. Auch hier sprach er offensichtlich seine Gedanken laut aus, öffnete und schloss das Fenster und ging dann ins nächste Zimmer. Das Wohnzimmerfenster öffnete er, wie die beiden vorherigen Fenster schnell und brummte währenddessen irgendwelche, mir unverständliche Laute vor sich her. Ich blickte ihn fragend an.

„ Ja, also äh, die Fenster sind undicht“ sagte er plötzlich. Ich bejahte und wartete auf einen weitern Satz von ihm. Sehr gesprächig schien der Fenstermensch nicht zu sein.

Er überwand die Stille und teilte mir seinen Plan mit, er würde jetzt nach unten gehen und sein Werkzeug holen, welches er brauchen würde um die Fenster nach stellen zu können. In zwei Minuten wäre er wieder da. Ich nickte nur. Die Frage warum er sein Werkzeug nicht gleich mitgebracht hatte, verbiss ich mir.

„Herr Fenstermensch, ich mache mir einen Kaffee, möchten sie auch einen?“ fragte ich noch schnell, bevor er aus der Türe schlich. Er drehte sich um und meinte verlegen: „Ich kann um diese Zeit keinen Kaffee mehr trinken, sonst schlafe ich nicht gut!“

„Herr Fenstermensch ich habe auch einen koffeinfreien Kaffee möchten sie diesen?“

Er strahlte mich an und bedankte sich für das Angebot, welches er freudig annahm.

Während er also sein Werkzeug von unten in den vierten Stock schleppte, machte ich uns einen Kaffee. Also einen koffeinfreien für den Fenstermenschen und einen anständigen für mich. Ich konnte durchaus um diese Uhrzeit noch einen „normalen“ Kaffee zu mir nehmen, schlafen würde ich mit Sicherheit sehr gut.

Fortsetzung folgt…

One thought on “Teil V Trigger, der Fenstermensch und ein schneller Aufbruch”

  1. da geht aber noch was….Fortsetzung bitte..das ist ja unmenschlich, einen so auf die Folter zu spannen. Los, Kaffee mit Koffein gemacht und frisch ans Werk.

    Leser dankt !

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