Trigger, der Fenstermensch und ein schneller Aufbruch Teil II

Fortsetzung…
Ich dachte nicht weiter darüber nach und widmete mich wieder meinem Hörbuch. Dr. Ellen Roth machte unlängst Bekanntschaft mit dem „schwarzen Mann“ und ich war der Meinung, den Ausgang der Geschichte bereits jetzt, nach knapp 1 ½ Stunden, zu wissen. Fast im selben Atemzug wurde ich allerdings eines Besseren belehrt und stand wieder völlig am Anfang meiner Vermutungen. Einige Zeit später benötigte ich eine Pause vom Zuhören.

Tags drauf, ich befand mich gerade an meinem Arbeitsplatz, klärte mich mein Handy über einen entgangenen Anruf auf. Eine Nummer wurde nicht angezeigt, jedoch hinterließ der Anrufer eine Nachricht. Auf der Mailbox schrie mir eine unbekannte Stimme, Schwerverständliches entgegen.

Das einzig Verständliche waren die Wörter: Fenster, Schreiner, Rückruf und Bruchstücke einer Telefonnummer.

Meine Arbeitskollegin sah mich fragend an. Ich atmete tief durch und hörte erneut die undeutliche Nachricht ab. Diesmal stellte ich auf Lautsprecher und so lauschten meine Arbeitskollegin und ich, gemeinsam dem schreienden Anrufer. Die Telefonnummer schrieb ich diesmal mit und bezweifelte zugleich, dass es sich hier um eine vollständige Nummer handelte. Die Möglichkeit, direkt mit dem Anrufer verbunden zu werden, bestand nicht. Der Versuch, über die angegebene Nummer Kontakt mit „Fenster, Schreiner“ aufzunehmen, scheiterte ebenfalls. Abwarten war unweigerlich angesagt.

Zur Mittagszeit stand ich in der überfüllten U-Bahn. Ich hörte mein Hörbuch weiter und blickte dabei aus dem Fenster ins Dunkle. Die Begebenheiten der Erzählung wurden immer verwirrender und jedes Mal, wenn ich der Meinung war, ich würde jetzt wissen wie es ausgeht, kam es erneut zu einer Wendung. Die Geschichte war mittlerweile so suspekt und verwirrend, trotz allem und wahrscheinlich gerade deshalb unheimlich spannend.

Zwei Stationen später vibrierte mein Handy. Ich ignorierte es erfolgreich. Minuten später auf der Rolltreppe stehend, rief ich den vorherigen Anrufer zurück. Dieser war nicht zu erreichen, eine Mailbox gab es ebenfalls nicht.

Als ich gegen Abend erneut in der U-Bahn stand, diesmal war sie nicht ganz so gefüllt, vibrierte mein Telefon erneut. Ich zog es schnell aus meiner Jackentasche und beantwortete den Anruf. Wie vermutet war es der Fenstermensch. Endlich. Wir vereinbarten einen Termin für den nächsten Tag, 14 Uhr. Wärmere Zeiten rückten also näher!

12 Stunden später stand ich erneut in der U-Bahn. Mein Ipod verweigerte mir die Hörbuchwiedergabe aufgrund von Akkumangel. Sehr zu meinem Ärgernis hatte ich vergessen, ihn aufzuladen. Kaum im Büro angekommen überhäufte man mich mit Neuigkeiten und dementsprechenden Aufgaben, so ging glücklicherweise der Vormittag recht schnell vorbei. Gegen ein Uhr verließ ich eiligst das Büro und machte mich auf de Heimweg. In freudiger Erwartung auf zuglose Zeiten.

Fortsetzung folgt…

One thought on “Trigger, der Fenstermensch und ein schneller Aufbruch Teil II”

  1. ach gott, ja die lieben handwerker…verstehen ihr handwerk lach aber ihr telefon bedienen, einrichten, abhören…da brauchts dann wieder die dame am telefon..:-) da könnt ich persönlich ja durchdrehen..das ist wie mobiltelefon haben aber ausschalten, wenn man unterwegs ist aaaaaarrrrggggggg

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