Trigger, der Fenstermensch und ein schneller Aufbruch
Trigger, der Fenstermensch und ein schneller Aufbruch
Seit etwa zwei Jahren wohne ich nun in meiner „neuen“ Wohnung. Bedingt durch eine Kündigung aufgrund Eigenbedarfsnutzung musste ich meine „alte“ heißgeliebte Wohnung, die sich in einem der schönsten Stadtviertel befand, schweren Herzens verlassen. Die „neue“ Wohnung, mittlerweile kann ich das sagen, ist eine deutliche Verbesserung – hinterher ist man eben immer schlauer.
Die Lage ist, nicht nur bedingt durch meine Lebensumstände, ein wahrer Glücksgriff. Die meisten meiner Freunde sind in den letzten 2 Jahren in meine unmittelbare Nähe gezogen. Zu Fuß und auch mit der U-Bahn, bin ich in wenigen Minuten mitten im Zentrum. Soweit so gut! Einen kleinen Haken hatte das Ganze aber:
Im Winter sind bekanntlich die Temperaturen doch sehr abweichend zu den Sommergraden. Letzten Winter fiel mir bereits auf, dass das ein oder andere Fenster in meiner Wohnung mehr kalte und frische Luft in die warme Wohnung beförderte als gewünscht. Selbstverständlich spreche ich hier von geschlossenen Fenstern!
Wie dem auch sei, meine eigene Faulheit und der eher milde Winter, hinderten mich letztendlich daran, mich bereits im vergangenen Jahr um dieses Problem eingängig zu kümmern.
Gegen Mitte November diesen Jahres, verspürte ich jedoch abermals ungewollte Luftzüge in meiner Wohnung. Dem ungewünschten Gebläse und dem damit verbundenen Umstand meine Heizkosten nicht immens in die Höhe jagen zu wollen, rief ich bei meiner Hausverwaltung an. Ich schilderte die Problematik und am anderen Ende der Leitung stieß ich sofort auf Verständnis und sogleich wurde mir versichert, den Auftrag an den dementsprechenden Handwerker postwendend weiterzugeben. In kürzester Zeit würde sich der Handwerker bezüglich eines Termins mit mir in Verbindung setzen.
Es verging eine Woche.
Mitte der zweiten Woche rief ich nochmals bei meiner Hausverwaltung an. Am Apparat diesmal eher eine Person, die Verständnis und vor allem Freundlichkeit eher für ein Fremdwort hielt. Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass der Auftrag sehr wohl an den zuständigen Handwerker weitergegeben wurde. Dieser sei offensichtlich sehr beschäftigt, da die Problematik der unfreiwilligen Klimaanlage mehrere Mieter beträfe.
Sie bemängelte ebenfalls, dass sich komischerweise alle immer gleichzeitig melden würden und der Handwerker selbst wäre auch nur ein Mensch und sie nicht seine Sekretärin. Aha – mein manchmal rebellisch werdendes Gemüt konnte sich in diesem Falle nicht zurückhalten, ich erwähnte dass es durchaus verständlich sei, wenn sich betroffene Mieter erst im Winter melden da es auch erst dann, bedingt durch die nicht sommerlichen Temperaturen, auffällt. Der Handwerker würde sich melden waren die letzten Worte der „Nicht-Sekretärin“. Ich verabschiedete mich notgedrungen.
Es vergingen weitere zwei Wochen.
Selbes Spiel, selber Anruf, selbe Aussage, selbe Laune und selber Effekt.
Die Telefonnummer des Handwerkers wurde mir, trotz eingängiger Bitte, nicht mitgeteilt. Ich müsse einfach warten. Das Gespräch wurde beendet und ich verließ daraufhin meine Wohnung.
Mitte Dezember rief ich erneut an, diesmal gab es keinen Gesprächspartner. Der Anrufbeantworter der Hausverwaltung teilte mir mit, dass sich die Mitarbeiter gesammelt auf einer Weiterbildung befänden und ab der darauffolgenden Woche Betriebsurlaub wäre. Eine Hausverwaltung hat Betriebsurlaub? Das habe ich bis dato auch noch nicht gehört. Es ist ja jetzt nicht so, dass diese Hausverwaltung nur drei Wohnungen zu betreuen hätte. Kopfschüttelnd legte ich auf.
Jetzt stand also fest – in diesem (also im vergangenem Jahr) würde kein Handwerker die Fenster reparieren. Weder bei mir, noch in den anderen (ca. 500) Wohnungen.
Ich entschied mich, mein Fensterproblem selbst in die Hand zu nehmen und dichtete das Wohnzimmerfenster mit einer vorgelegten, eigens dafür entworfenen, dicken Stoffschlange ab. In der Küche wurde der vor Jahren mitgebrachte Sarong aus Thailand auf das Fensterbrett zur Dämmung gelegt. Im Schlafzimmer zierte ein dickes grünes, zusammengerolltes Handtuch die Fensterbank… Alles andere als schön – aber hilfreich.
Den Weg zum Baumarkt ersparte ich mir.
Einige Wochen später, im Jahre 2010
Ich stand in der Küche und lauschte den ersten Worten meines neuen Hörbuches „Trigger“. Wulf Dorn, Autor und zugleich Sprecher, begann mit ruhiger, angenehm kräftiger Stimme von der Protagonistin Dr. Ellen Roth zu berichten.
Nach einer Stunde Hörzeit wurde ich durch einen Telefonanruf gestört und unterbrochen. Eine unbekannte Nummer erschien auf dem Display. Jegliche Gemeinsamkeiten zu den gerade gehörten Geschehnissen vertrieb ich aus meinem Kopf.
Ich entschloss mich allerdings trotzdem, den Anruf nicht entgegenzunehmen. Der Besitzer der unbekannten Nummer, hinterließ keine Nachricht auf meiner Mailbox.
Ich dachte nicht weiter darüber nach und widmete mich wieder meinem Hörbuch. Dr. Ellen Roth machte unlängst Bekanntschaft mit dem „schwarzen Mann“ und ich war der Meinung, den Ausgang der Geschichte bereits jetzt, nach knapp 1 ½ Stunden, zu wissen. Fast im selben Atemzug wurde ich allerdings eines Besseren belehrt und stand wieder völlig am Anfang meiner Vermutungen. Einige Zeit später benötigte ich eine Pause vom Zuhören.
Tags drauf, ich befand mich gerade an meinem Arbeitsplatz, klärte mich mein Handy über einen entgangenen Anruf auf. Eine Nummer wurde nicht angezeigt, jedoch hinterließ der Anrufer eine Nachricht. Auf der Mailbox schrie mir eine unbekannte Stimme, Schwerverständliches entgegen.
Das einzig Verständliche waren die Wörter: Fenster, Schreiner, Rückruf und Bruchstücke einer Telefonnummer.
Meine Arbeitskollegin sah mich fragend an. Ich atmete tief durch und hörte erneut die undeutliche Nachricht ab. Diesmal stellte ich auf Lautsprecher und so lauschten meine Arbeitskollegin und ich, gemeinsam dem schreienden Anrufer. Die Telefonnummer schrieb ich diesmal mit und bezweifelte zugleich, dass es sich hier um eine vollständige Nummer handelte. Die Möglichkeit, direkt mit dem Anrufer verbunden zu werden, bestand nicht. Der Versuch, über die angegebene Nummer Kontakt mit „Fenster, Schreiner“ aufzunehmen, scheiterte ebenfalls. Abwarten war unweigerlich angesagt.
Zur Mittagszeit stand ich in der überfüllten U-Bahn. Ich hörte mein Hörbuch weiter und blickte dabei aus dem Fenster ins Dunkle. Die Begebenheiten der Erzählung wurden immer verwirrender und jedes Mal, wenn ich der Meinung war, ich würde jetzt wissen wie es ausgeht, kam es erneut zu einer Wendung. Die Geschichte war mittlerweile so suspekt und verwirrend, trotz allem und wahrscheinlich gerade deshalb unheimlich spannend.
Zwei Stationen später vibrierte mein Handy. Ich ignorierte es erfolgreich.
Minuten später auf der Rolltreppe stehend, rief ich den vorherigen Anrufer zurück. Dieser war nicht zu erreichen, eine Mailbox gab es ebenfalls nicht.
Als ich gegen Abend erneut in der U-Bahn stand, diesmal war sie nicht ganz so gefüllt, vibrierte mein Telefon erneut. Ich zog es schnell aus meiner Jackentasche und beantwortete den Anruf. Wie vermutet war es der Fenstermensch. Endlich. Wir vereinbarten einen Termin für den nächsten Tag, 14 Uhr. Wärmere Zeiten rückten also näher!
12 Stunden später stand ich erneut in der U-Bahn. Mein Ipod verweigerte mir die Hörbuchwiedergabe aufgrund von Akkumangel. Sehr zu meinem Ärgernis hatte ich vergessen, ihn aufzuladen. Kaum im Büro angekommen überhäufte man mich mit Neuigkeiten und dementsprechenden Aufgaben, so ging glücklicherweise der Vormittag recht schnell vorbei. Gegen ein Uhr verließ ich eiligst das Büro und machte mich auf de Heimweg. In freudiger Erwartung auf zuglose Zeiten.
Eine halbe Stunde vor dem vereinbarten Termin schloss ich meine Wohnungstüre auf. Der erste Weg galt zur Kaffeemaschine, der zweite zu meinem Wäscheständer. Während es in der Küche schon anfing nach Kaffee zu duften, räumte ich die Wäsche ab und sehnte mich nach meinem Trockner zurück, welcher vor drei Wochen den Geist aufgab.
Es war kurz vor zwei als ich mich mit einer frischen Tasse Kaffee ins Internet begab. Ich blickte auf die Uhr und verbannte den Gedanken mein Hörbuch weiter zu hören schnell aus dem Kopf. Stattdessen startete ich meinen PC und rief meine E-Mails ab.
Ich hatte 25 neue E-Mails. Alleine acht betrafen die Änderungen in einem Projekt. Neue Entwürfe zur Ansicht waren ebenfalls dabei. Eine Einladung zum verspäteten Weihnachtsessen und vier private. Ich öffnete die erste private E-Mail. Hier ging es um das heutige Abendessen, ich wurde gefragt ob ich nicht einkaufen gehen könnte. Die andere E-Mail handelte von einem gerade gehörtem Hörbuch und die nächste war von Mitbenutzerkind I, ein einsames „Hallo“ stand als Inhalt in der Mail. Die letzte E-Mail galt der Frage ob der Fenstermensch schon da war.
Richtig, wo blieb eigentlich der Fenstermensch? Es war 15 nach zwei und weit und breit kein Fenstermensch in Sicht. Ich holte mein Handy und dort gähnte mir eine leerer Anrufliste entgegen. Ich beantwortete die Frage nach dem Fenstermenschen mit einem einfachen „noch nicht!“. Die Abendessen-Mail beantwortete ich gleich im Anschluss.Dem Hörbuchhörer gratulierte ich zur ausgezeichneten Wahl und Mitbenutzerkind I schrieb ich ebenfalls.
Ich ging erneut zur Kaffeemaschine und befüllte meinen Becher.
Jetzt war es halb drei. Ich griff abermals zum Handy und wählte die Nummer des Fenstermenschen. Aus dem Hörer kam mir eine Stimme mit der einfachen, aber deutlichen Ansage entgegen: „Der gewünschte Teilnehmer ist momentan nicht zu erreichen, bitte probieren Sie es zu einem späteren Zeitpunk noch einmal!“.
Ungläubig blickte ich auf das Display, hatte ich auch die richtige Nummer gewählt? Ich beruhigte mich mit der logischen Erklärung, dass der Fenstermensch eben gerade keinen Empfang hätte, so kurz vor meiner Tür.
Ich schrieb eine E-Mail mit dem Hinweis der Fenstermensch wäre immer noch nicht da und telefonisch sei er ebenfalls gerade nicht zu erreichen. Innerlich fing ich ein klein wenig an zu kochen….
Weitere zwanzig Minuten und unzählige, mittlerweile nicht mehr ganz so heiter klingende E-Mails später , rief ich erneut die unerreichbare Nummer an. Wie durch ein Wunder erhielt ich ein Freizeichen. Ach! Jetzt war ich überrascht. Nach wenigen Sekunden hörte ich die Fenstermensch Stimme:
Ich:„Hallo Herr Fenstermensch hier ist abc!“
Fenstermensch: „Oh Hallo abc!“
(Oh Hallo, mehr viel ihm nicht ein?)
Ich: „Herr Fenstermensch, ich warte seit 14 Uhr auf Sie.“
Fenstermensch: „Äh ja also, äh ja, ich bin hier im Moment, also hier noch nicht äh, ja fertig, also äh ja da werde ich mich also beeilen müssen, äh ja also“
Ich: „Bitte? Sie sind noch nicht fertig irgendwo? Herr Fenstermensch, ich habe mir heute frei nehmen müssen für diesen Termin, d.h. ich sitze jetzt also hier total umsonst rum?“
Fenstermensch: „Äh ja also, ich könnte so gegen 17 Uhr evtl. bei Ihnen sein, ich komme hier nicht eher weg“.
Ich: „Herr Fenstermensch, bei allem Respekt aber wir hatten heute um 14 Uhr einen Termin und nicht erst um 18 Uhr einen evtl. Termin, ich vereinbare keine evtl. Termine! Ich bin beruflich ebenfalls an den verschiedensten Terminen gebunden und evtl. Termine kommen NIE gut an! Heute um 18 Uhr bin ich nicht zuhause, da ich die Zeit die ich gerade hier sinnlos mit warten verbracht habe, wieder herein arbeiten muss!!
Fenstermensch: „Ja äh also äh ja, dann machen wir jetzt einen festen Termin aus“.
(Im selben Moment dachte ich, ich spring durch den Hörer! Einen festen Termin! Aha.)
Ich: „Herr Fenstermensch, eine bescheidene Frage, was für eine Art Termin war unser 14 Uhr Termin heute, nur so damit ich weiß wie ich unseren zukünftigen festen Termin zu verstehen habe!!!!!!!!“
Fenstermensch: „Ich, ja, äh, also, ich äh ja haben Sie, äh wann haben äh Sie Zeit?“
Ich: „Morgen, 14 Uhr! Ich werde hier auf Sie warten, falls unser fester Termin nicht fest genug ist, dann werde ich Ihnen eine Rechnung schreiben – Arbeitsausfall meinerseits, ist Ihnen der morgige feste Termin recht?“
Fenstermensch: „Also ja ääääääähhhhh, morgen der Termin passt mir, ich werde da sein.“
Ich konnte hören wie er geschluckt hat bei dem Wort Rechnung. Ich war nicht verärgert über die Tatsache dass der Termin geplatzt ist, sondern vielmehr darüber das es manche Menschen gibt, die es nicht für nötig halten einen Termin abzusagen – Anstand gleich null!
Ich: „Gut, Herr Fenstermensch dann freue ich mich auf unseren festen Termin morgen!“
Mit diesen Worten verabschiedete ich mich.
Bildlich gesprochen, legte ich den Hörer auf, was allerdings im Zeitalter der Handys und der Funktelefone so, ja nicht mehr möglich ist. Zugegeben, ich war einwenig angesäuert, hatte ich doch extra für diesen Termin einen Auftrag verschoben. Ich beschloss diesem unglücklichen Umstand etwas Gutes abzugewinnen und widmete mich schließlich meinem Hörbuch.
Dr. Ellen Roth zweifelte indes an ihren eigenen Verstand und die Geschichte wurde immer verwirrender und spannender. Währenddessen räumte ich die Spülmaschine aus und bestückte die Waschmaschine neu und schaltete sie an.
Ellen stand zu dieser Zeit im Buchladen von Herrn Eschenberg. Der Antiquar suchte in seinem kleinem Notizbüchlein nach einer möglichen Bestellung für sie, er konnte jedoch nichts der gleichen finden. Dr. Ellen Roth öffnete ihre Brieftasche und suchte nach der Visitenkarte die sie vor kurzem erhielt. Als Herr Eschenberg das Foto in ihrem Geldbeutel erblickte erinnerte er sich schlagartig. Er berichtete ihr, dass der Mann auf dem Foto ein Buch an ihn vor Wochen verkauft hatte. Ellen blickte ihn erstaunt an und fragte nach dem Titel des Buches. Sie konnte sich auf das ganze keinen Reim machen. Auch ich war verblüfft und obwohl ich vor einigen Minuten noch das Gefühl hatte, ich wüsste wie die Geschichte ausging, wurde ich an dieser Stelle wieder einmal eines besseren belehrt.
Ich hörte, eine weiter Stunde gespannt dem Hörbuch zu, bis ich mich schließlich wieder an den Computer setzte und die aufgestaute Arbeit in Angriff nahm.
Gegen sieben Uhr morgens klingelte mein Wecker und wie üblich drückte ich den Wecker alle fünf Minuten weiter, dieses Spiel ging ganze 20 Minuten, bis ich mich endlich zum Aufstehen bewegen ließ. Nach zwei Tassen Kaffee und einer heißen Dusche war ich bereit für den Tag. Nachdem ich die Wohnungstür hinter mit abgeschlossen hatte, entwirrte ich mein Kopfhörerkabel und startete wie üblich, auf dem Weg zum Bus, mein Hörbuch.
Der Vormittag verging gewohnt schnell, gegen ein Uhr verließ ich das Büro und machte mich auf den Heimweg. Eine halbe Stunde später befand ich mich zuhause. Ich brühte mir einen Tee auf und wartete, während ich immer noch mein Hörbuch an hatte, auf den Fenstermenschen. Eine halbe Stunde hatte er ja noch…
Im Hörbuch löste sich derweilen des Rätsels Lösung und ich lauschte kopfschüttelnd der Erzählung. Verwirrende Angelegenheit – junge Frauen, die ein oder andere Persönlichkeit, ein schwarzer Mann, die seltsame Kindheit, komische Wälder, der böse Wolf, Angsthasen und Doktoren – einfach eine irre Geschichte. Gerade als der Prolog anfing, klingelte es an der Haustür. Ich stand von meinem Stuhl auf und ging in den Flur, beendete mit einem Fingertipp mein Hörbuch und öffnete die Tür.
Ein etwa mitte 50jähriger Mann quälte sich die Stockwerke zu meiner Wohnung hinauf. Schnaufend begrüßte er mich. Ich streckte ihm die Hand zur Begrüßung entgegen und bat ihn herein.
Auffälligerweise, hatte er kein Werkzeug oder der gleichen dabei.
Ich: „Hallo Herr Fenstermensch, schön das es heute geklappt hat!“
Fenstermensch: „Ja (schnauf) ich konnte mich freischaufeln“ (er konnte sich freischaufeln? Wir haben einen Termin, was gibt es da zum freischaufeln???)
„So dann zeigen Sie mir doch mal die undichten Fenster.“
Ich führe ihn zu erst in das Badezimmer, er öffnete schnell das Fenster und gab seltsame Laute, wie „hm, ja, aha und so so“ von sich, schloss das Fenster wieder und ließ sich dann von mir das nächste Fenster zeigen. Auch hier sprach er offensichtlich seine Gedanken laut aus, öffnete und schloss das Fenster und ging dann ins nächste Zimmer. Das Wohnzimmerfenster öffnete er, wie die beiden vorherigen Fenster schnell und brummte währenddessen irgendwelche, mir unverständliche Laute vor sich her. Ich blickte ihn fragend an.
„ Ja, also äh, die Fenster sind undicht“ sagte er plötzlich. Ich bejahte und wartete auf einen weitern Satz von ihm. Sehr gesprächig schien der Fenstermensch nicht zu sein.
Er überwand die Stille und teilte mir seinen Plan mit, er würde jetzt nach unten gehen und sein Werkzeug holen, welches er brauchen würde um die Fenster nach stellen zu können. In zwei Minuten wäre er wieder da. Ich nickte nur. Die Frage warum er sein Werkzeug nicht gleich mitgebracht hatte, verbiss ich mir.
„Herr Fenstermensch, ich mache mir einen Kaffee, möchten sie auch einen?“ fragte ich noch schnell, bevor er aus der Türe schlich. Er drehte sich um und meinte verlegen: „Ich kann um diese Zeit keinen Kaffee mehr trinken, sonst schlafe ich nicht gut!“
„Herr Fenstermensch ich habe auch einen koffeinfreien Kaffee möchten sie diesen?“
Er strahlte mich an und bedankte sich für das Angebot, welches er freudig annahm.
Während er also sein Werkzeug von unten in den vierten Stock schleppte, machte ich uns einen Kaffee. Also einen koffeinfreien für den Fenstermenschen und einen anständigen für mich. Ich konnte durchaus um diese Uhrzeit noch einen „normalen“ Kaffee zu mir nehmen, schlafen würde ich mit Sicherheit sehr gut.
Drei Minuten später klingelte es erneut an der Haustür. Ich öffnete die selbige und hörte auch sogleich den schnaufenden Fenstermenschen die Treppen herauf kommen.
Mit hochrotem Kopf erschien Herr Fenstermensch in meinem Stockwerk. „Jeden Tag möchte ich nicht diese ganzen Stockwerke nach oben gehen“, meinte er schwer atmend.
Ich verbiss mir wiederum meinen Kommentar. (Was man nicht im Kopf hat, hat man eben in den Beinen).
Herr Fenstermensch stellte seinen Werkzeugkasten ab, nahm einen Metallstab und ein Schlüssel ähnliches Werkzeug aus dem Kasten und ging ins Badezimmer.
Ich fragte ihn währenddessen, wie er seinen Kaffee trinken möchte. Milch und Zucker wurde mir aufgetragen. Ich ging in die Küche und holte den fertigen koffeinfreien Kaffee, gab Milch und Zucker hinein und ging erneut ins Badezimmer zurück. Dort überreichte ich, dem immer noch schwer schnaufenden Handwerker, den Kaffee. Er bedankte sich, nippte sogleich, ein bis zwei mal am Kaffee und gab ihn mir zurück. Verstehe – ich war also der Halter des selbigen.
Er öffnete das Fenster, schimpfte über die Kälte und drehte mit seinem Werkzeug an einer Schraube im Fensterrahmen, dann schloss er das Fenster wieder. Er beugte sich näher an das Fenster und lauschte. Ich beobachtete ihn.
„Ah schon besser“ sagte er. Das Fenster öffnete er erneut und wieder schraubte er mit seinem Werkzeug an der Schraube, schloss das Fenster und kippte es im Anschluss.
„Mh, hm ja“ brummte er, erneut öffnete er das Fenster. Er rüttelte jetzt etwas am Fensterrahmen, schraubte nochmals und schloss es abermals. „Ah viel besser so“ sprach er, strahlend zu mir schauend. „Kommen Sie mal näher und hören Sie“. Ich verstand nicht recht, ich sollte hören? Gut ich folgte seiner Anweisung, kam näher und lauschte mit dem Kopf ans Fenster gewandt. „Hören Sie was?“ fragte er mich. „Nein, ich kann nichts hören.“ sagte ich wahrheitsgemäß. Offensichtlich war er mit dieser Antwort zufrieden. Er erklärte noch, dass das Fenster jetzt dicht sei.
Er griff nach dem Kaffee und wir gingen ins nächste Zimmer. Dort räumte ich schnell meine zwei Blumentöpfe weg und Herr Fenstermensch gab mir die Kaffeetasse zurück.
Er stellte sich ans geschlossene Fenster und lauschte. „Oh, da kann man ja den Fluss richtig laut hören, das ist nicht richtig dicht“ stellte er abermals fest. Es wiederholte das selbe Spiel wie im Badezimmer, Fenster auf – schrauben – Fenster zu – Fenster auf -wackeln am Fensterrahmen und erneut Fenster schließen.
„So, kommen Sie mal näher und hören sie jetzt“ forderte er mich auf. Ich tat wie mir geheißen und streckte meinen Kopf zum Fensterrahmen. „Und, können Sie etwas hören?“ fragte er lächelnd. Ich schüttelte den Kopf. „Schauen Sie, es zieht auch gar nicht mehr herein“ meinte er triumphierend. Ich legte meine Hand aufs Fensterbrett und spürte tatsächlich keinen einzigen Luftzug mehr.
„So, ja dann haben wir es ja“ verkündete Herr Fenstermensch. Ich machte ihn darauf aufmerksam das es noch zwei weitere Zimmer gäbe in denen die Fenster undicht wären.
Seltsamer Vogel dachte ich mir, kann sich auch nicht wirklich merken wie viel Fenster er zu reparieren hat. Wie dem auch sei, ich führte ihn ins Wohnzimmer und auch hier musste ich wieder am Fensterrahmen lauschen während er seinen Kaffee trank.
Er gab mir seine Tasse zurück und startete seine, mir bekannte Prozedur.
Hier drehte er etwas länger an der Schraube im Fensterrahmen, immer wieder öffnete er das Fenster und schloss es unmittelbar danach wieder. Er rüttelte ebenfalls am Griff und schüttelte zur Abwechslung mit dem Kopf. Er blickte mich an und fragte nach einer Leiter. Also eine große Leiter habe ich nicht in der Wohnung, eine kleinere Trittleiter könnte ich anbieten meinte ich zu ihm. Er nickte und ich ging los und holte die geforderte Trittleiter.
Er stieg schwerfällig auf die selbige und stellte dann fest dass er doch etwas zu weit vom Fenster entfernt war. Daraufhin stieg er wieder herunter, schob die Trittleiter näher ans Fenster und erkletterte erneut die kleine Leiter. Im oberen Eck des Fensterrahmens befand sich eine weitere, gut versteckte Schraube. Diese bearbeitete er mit seinem Schlüssel, während er abermals mit dem Kopf schüttelte.
In meinem Kopf hörte ich schon seine Stimme sagen, dass dieses Fenster nicht zu reparieren ist und die schlimmsten Horrorszenarien spielten sich in meinen Gedanken ab. Fensterausbau – und das bei minus Graden. Ein Traum im Winter!
Ich nippte an meinen Kaffee und beobachtete den Fenstermenschen in der Höhe. Nach einigen Minuten kraxelte er die zwei Treppen mit hochrotem Kopf und Schweißperlen auf der Stirn herunter. „Gut dann hören wir mal wieder“, grinste er mich an. Ich wusste was jetzt kam. Natürlich forderte er mich auf näher zu kommen und am Fensterrahmen zu lauschen und natürlich tat ich, wie mir geheißen. Ich konnte nichts hören und auch keinen Luftzug an meiner, unauffällig am Fensterbrett abgelegten Hand verspüren. „Passt doch alles oder?“, fragte ich. Der Handwerker strahlte über das ganze Gesicht und war sichtlich stolz über sein Werk. Er schob die Trittleiter zur Seite und klärte mich darüber auf das die Silikondichtung am unteren Rand erneuert werden muss.
Kaum hatte er es ausgesprochen bewegte er sich Richtung Wohnzimmertür. Im Gehen teilte er mir noch mit, dass er in seinem Werkzeugkasten bestimmt eine Silikonpistole haben würde. Ich blickte ihm schweigend hinterher. Während ich ebenfalls zur Wohnzimmertür ging hörte ich bereits aus dem Gang einen schnaufenden, am Boden knienden Handwerker der in seinem Werkzeugkasten stöberte.
„Ja also ich habe die Pistole nicht im Kasten, ich gehe eben mal runter und hole sie aus dem Auto“, sagte er und stand mühsam auf. „Ist es denn zwingend notwendig das Silikon auszutauschen?“ fragte ich. Die Vorstellung dass er ein weiteres Mal die Treppen rauf und runter musste widerstrebte mir irgendwie. Ich sah ihn schon schwer atmend im Treppenhaus sitzend.
„Ich habe das alte Silikon bereits entfernt, also bleibt uns keine andere Wahl es zu erneuern“ erwiderte er schlau. „Ich geh eben mal runter, bin gleich wieder da.“
Na gut wenn er meint, wann hat er denn das Silikon entfernt fragte ich mich in Gedanken. Irgendwie ist er ja schon ein komischer Vogel der Fenstermensch.
Hätte ich gehen sollen und die Silikonpistole aus dem Auto nach oben bringen sollen?
Diese Überlegung gefiel mir allerdings nicht wirklich, nicht weil ich die Treppen rauf und runter musste, nein einen fremden Menschen ließ ich nicht gern allein in meiner Wohnung.
Ich drehte mich, entschlossen einen weiteren Kaffee einzuschenken um, als es just in diesem Moment wieder klingelte. Also drehte ich mich wieder zur Tür und öffnete sie. Der Fenstermensch stand diesmal bereits vor meiner oberen Haustür. Ich gebe zu ich bin kurz über seinen Anblick erschrocken. Zum wiederholten Male sah ich den Fenstermenschen mit hoch rotem Kopf und kleinen Schweißperlen auf der Stirn.
Ich ging ein Stückchen auf die Seite und gewährte ihm abermals Einlass in meine Wohnung. Die Silikonpistole hielt er in der Hand. „Wissen Sie heute brauche ich kein Fitness mehr“, witzelte er. „Das glaube ich gerne“, antwortete ich.
Er brachte das Silikon zwischen Fensterrahmen und Fensterbrett an und verstrich das überschüssige Material mit dem Finger. „Äh hätten Sie ein Zewa?“ Natürlich hatte ich ein Zewa, ich brachte es ihm sogleich. Als er fertig war und sich umdrehte, stolperte er fast über die Trittleiter. Etwas schusselig war er also auch der Fenstermensch.
In der Küche angekommen, blickte er sich um. „Sie haben ja eine schöne große Küche“, lobte er. „Diese Fenster taugen wirklich nichts, die muss man eigentlich immer wieder mal nach ziehen“, bemerkte er noch nebenbei. „Ach sie arbeiten auch zuhause?“ fragte er mit Blick auf mein Notebook. „Ja, ab und an kann ich von zuhause arbeiten und heute muss ich allerdings noch mal raus, die ein oder anderen Dinge abgeben im Büro“, erklärte ich. „Ja das ist schon eine feine Sache mit dem Internet heutzutage, das gab es früher nicht, ich kenn mich damit leider gar nicht aus, ich bin schon zu alt dafür“, meinte er. Ich schätze ihn zwischen Mitte, Ende 50, wenn ich da an meine Eltern denke die sind beide fit am PC und schrecken vor nichts zurück was das Internet betrifft. Ich erzählte ihm von meinen Eltern und das er es doch einfach mal probieren sollte, so schwer wäre es nicht und Spaß würde es ohnehin auch noch machen. Er zog die Augenbrauen hoch und schüttelte wieder mit dem Kopf. Er sei Handwerker und so ein PC wäre eine andere Welt.
Wie es der Zufall wollte, ertönte in diesem Moment ein Klingelton aus meinem Notebook. „Ja was is jetzt des?“, fragte er erschrocken. Ich erklärte ihm dass gerade ein Anruf reinkommt. „Ja wie nachad, aus dem Ding da?“, kam es mir bayrisch entgegen. Er blickte ungläubig auf mein MacBook. Ich drehte es zu mir und sah dass mich meine Mutter anrief. Ich zeigte auf den Bildschirm und sagte: „Meine Mutter ruft gerade an, wollen sie mal sehen wie das funktioniert?“ „Ja freili, des muas i seng“, kam es sofort zurück. In der Aufregung sprach der Fenstermensch also tiefstes bayrisch.
Ich nahm den Anruf meiner Mutter entgegen und erzählte gleich das wir einen Mithörer hätten. Dies gefiel meiner Mutter natürlich und sie meinte sofort ich sollte doch mal auf Video drücken damit sie was sieht. Der Fenstermensch blickte ungläubig auf dem Bildschirm. „Ja wie jetzt, ko ma da a was seng?“, fragte er neugierig. Ich klickte mit der Maus auf Video und erklärte ihm noch das in wenigen Sekunden, dort auf dem Bildschirm meine Mutter erscheinen wird und wir bei ihr auf dem Bildschirm sichtbar werden. Er schüttelte wieder mit dem Kopf. „Des is a Sach, wahnsinn sacha gibt’s“, brummte er vor sich her.
Als er meine Mutter auf dem Bildschirm sah, war er sichtlich baff. „Kreizdeifi, des is ja a richtiges Buidl, da sigt ma ja was da andre grad macht“, erkannte er richtig. Er winkte meiner Mutter zu und begrüßte sie höflich. Meine Mutter ihrerseits winkte ebenfalls und grüßte ebenso erfreut. „Des is a suba Gschicht, des dad mir a Spass machen, i glab ich muas ma a so was kaffa“, meinte er begeistert. Meine Mutter stimmte ihm zu und meinte es wäre gar nicht schwer und sehr einfach zu erlernen. Während meine Mutter also die Vorteile eines Computers und dessen Nutzung aufzählte stand ich staunend daneben und beobachtete heimlich den Fenstermenschen wie er sichtlich begeistert zuhörte und ab und an bayrisch in den Bildschirm sprach. Es hatte ein klein wenig was von einer kaberettistischen Darbietung. Ich amüsierte mich prächtig.
„I dat erna wirklich no sackrisch gern länger zuhern, aber i glaub i muas mi jetzt a moi wieder um des letzte Fensta kimmern, sonst werd i heid nimmer fertig“, erwähnte er nach knapp 5 Minuten Gespräch mit meiner Mutter. Ich sah wie meine Mutter nickte und ihm noch einen schönen Tag wünschte und nochmals erwähnte wie einfach alles wäre und das es wirklich Spass bereiten würde. Sie verabschiedeten sich von einander und schließlich legte meine Mutter auf. Aha, und was wollte sie jetzt eigentlich von mir, fragte ich den bayrischen Handwerker. „Des woas i jetzt a ned, des hats wahrscheinlich vor lauter gschmarr selba vergessen“, kam als Antwort. Ich grinste und meinte dass ich sie eben nachher noch mal anrufen würde. „Des duast“, meinte er ebenfalls lächelnd. „Des gfeut ma scho, so a Bildschirmtelefon, des ist scho persönlicher als des andere“, stellte er fest. Er begann erneut darüber zu schwärmen, während er das Küchenfenster bearbeitete. Diesmal ging es ruck zuck. Einmal geöffnet, kurz fest geschraubt und schon wurde es wieder geschlossen. Diesmal musste ich nicht hören, lag wahrscheinlich daran dass er immer noch völlig aus dem Häuschen über den Anruf war. „So nachad, jetzt bin i fertig, oder ham ma no irgendwo a Fenster“, fragte er schließlich. Diesmal schüttelte ich mit dem Kopf. Das waren alle Fenster bestätigte ich.
„Guad, dann laf i moi oabi und hol den Auftrag, den muassaten sie mir no unterschreibn, damit die Hausverwaltung a sigt das i da war“, erklärte er mir während er seine Sachen zusammen packte. „Sie müssen noch mal runter?“, fragte ich ungläubig. „Ja scho i hab den Auftrag vorhind im Auto vergessen, heid is irgendwie ned mei Dag“, klärte er mich auf. Ich bot ihm an mit runter zu kommen, dann müsse er nicht noch mal hoch laufen. „Des is scho a nette idee, bringt aber nix, i muas no zu ihrer nachbarin eini, muas also eh noamal rauf“, berichtete er. Ach Gott der arme Kerl.
Er lächelte und nahm seinen Werkzeugkasten in die Hand und ich begleitete ihn zur Tür. Er ging ins Treppenhaus und wollte gerade die Treppen runter gehen. „Herr Fenstermensch – wollen sie den Werkzeugkasten nicht gleich da lassen? Oder brauchen Sie ihn nicht bei der Nachbarin?“, fragte ich noch schnell. „Ja mai, heid bin i scho bsonders deppad, den häd i jetzt mit oabi knumma und nachad wieda aufi gschleppt, mai dankschön“, kam es beschämt vom Fenstermenschen zurück. Er stellte seinen Werkzeugkasten ab, grinste noch mal und ging dann nach unten. Ich blickte ihm kurz hinterher und ging dann wieder in die Wohnung zurück.
Diesmal dauerte es knapp fünf Minuten bis es erneut an der Tür klingelte, ich konnte hören wie er die Treppen hoch kam. Natürlich hatte er auch diesmal wieder einen hochroten Kopf. Sein Auftragsschreiben wedelte er mir bereits einige Stufen zuvor entgegen. „So jezad aber, jetzt brauch i nur noch a unterschrift und dann hamas“, meinte er strahlend. Er folgte mir in die Küche, lächelte abermals als er das MacBook sah und fragte: „Hoats wieda klingelt?“ Ich musste lachen und verneinte seine Frage.
„Also, schaungs da muassens unterschreibn, glei da unten“, dabei deutete er auf die linke untere Ecke des Auftrages. Ich unterschrieb und gab ihm den Auftrag, inkl. Trinkgeld zurück und bedankte mich herzlichst. „Na, na des nehm i ned o, des brauchts gar ned, ich hab sovui Spass bei erna kappt, des passd scho so“, erwiderte er und gab mir sein Trinkgeld zurück. Ich wollte etwas erwidern, wurde jedoch von ihm ausgebremst: „ Wissns woas, wenn i mir a so a Maschin kaff, dann brauch i vielleicht a moi Hilfe und da dad ich sie dann wenn sie einverstanden sind oruafa, wär ihnen das recht?“
„Freili Herr Fenstermensch, ruafas mi einfach o, i helf erna dann scho gern weida“, erwiderte ich ich fehlerfreien bayrisch. Er lächelte und drückte meine Hand, faltete seinen Auftrag und steckte sie in die Gesäßtasche. Zusammen gingen wir zur Wohnungstür. „Machas as guad und merci no amoi für die lustige Zeit bei erna“, sagte er zur Verabschiedung. „Merci a und an schena Dag no und auf boid!“ antwortete ich……….
ENDE










