Charly irgendwo in Kambodscha
»Lauf kleiner Engel!« dachte Charly, »Du bist draußen, komm schon dreh Dich um und lauf los irgendwohin wo die Monster Dich nicht finden«. Leichter gesagt als getan, das wusste er selbst. Wohin sollte das kleine Mädchen rennen und zu wem? Charly war sich sicher dass sie ganz allein war auf der Welt. Kein Erwachsener der für sie da gewesen wäre, weder jetzt noch in der Vergangenheit. Das war sein Grund für sein Hier sein.
Quelle: Audio CD; download unter www.audible.de ; Verlag: Lübbe Audio , Deutschland 2011; Autor:Cody McFadyen; Sprecher: Hannes Jaenicke; Spieldauer: 07 Std. 23 Min. (gekürzt)
Das Hörbuch ist bei Audible im Flexi Abo für € 9,95 erhältlich.
Kurzbeschreibung: David lebt gemeinsam mit zwei anderen Kindern bei einem Mann, den sie ihren Vater nennen. Er hält sie gefangen und stellt ihnen unmögliche Prüfungen, an denen sie wachsen sollen – “evolvieren”, wie er sagt. Wenn sie versagen, benutzt Vater einen Gürtel, manchmal eine Zigarette. Den Kindern bleibt keine Wahl: Wenn sie überleben wollen, müssen sie Vater töten. Zwanzig Jahre später. David ist ein erfolgreicher Autor. Doch noch immer träumt er jede Nacht von dem schrecklichen Mord, den sie begangen haben. Eines Tages erhält er einen Brief mit einem einzigen Wort: “Evolviere”. Vater ist vielleicht doch nicht tot. Die Vergangenheit kehrt zurück. Und mit ihr das Grauen.
Vorab: Ein Thriller, oder was davon übrig blieb …..(Diesmal ohne Smoke Barrett)
7 Std 23 Minuten – gekürzt –ich sitze hier und kann nur mit dem Kopf schütteln! Was bitte war das? Die letzten 2 Stunden habe ich am Stück gehört und bin entsetzt, enttäuscht und kann nicht glauben was ich da gehört habe.
Der Autor war mir bereits bestens bekannt, die Reihe rund um und mit Smoke Barrett hörte ich mit Begeisterung. Der Schreibstil gefiel mir und somit war ich der Meinung mit dem »Menschenmacher« eine weitere gute Wahl getroffen zu habe. Weit gefehlt!
Zu Anfang schafft es Cody McFadyen mich schnell und zügig in die schockierende Geschichte eintauchen zu lassen. Gespannt lauschte ich den Geschehnissen rund um Bob und seiner Kinder. Der Autor brachte mit zahlreichen Rückblicken die Vergangenheit der drei Hauptprotagonisten erschreckend bildlich dar.
Doch irgendwann verlor die Story nicht nur an Spannung – sie verlor irgendwie – alles. Wurde von Minute zu Minute absurder. Der Schluss brachte das Fass zum überlaufen, ich fragte mich ernsthaft welches Genre ich hier gerade hörte….. Das Ende der Geschichte – sprich die sogenannte Aufklärung war völlig paradox, enttäuschend konstruiert, unsinnig– absolut hanebüchen.
Ich frage mich wirklich was in dem Autor vorging – musste etwa nach den vorherigen, erfolgreichen Büchern, ein schnelles weiteres Buch auf dem Markt gebracht werden? Ich kann es mir nicht anders erklären!
Oder handelt es sich bei dem »Menschenmacher« gar um ein „altes Werk“ aus Cody McFadyen`s Feder? Oder wollte er hier einen neuen Stil ausprobieren? Fragen über Fragen und ich kann nur weiter ungläubig den Kopf schütteln.
Schade, wirklich sehr schade.
P.S. Hannes Jaenicke als Sprecher hat mir hier sehr gut gefallen. Seine Stimme wirkte von der ersten Sekunde überzeugend und authentisch ganz wie man sich eine gute Sprecherstimme wünscht.











